Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Ist ein Robo-Advisor besser als ein Bankberater?

Maschine statt Mensch – Ist ein Robo-Advisor besser als ein Bankberater?

Nützliche Tipps von Otto Genialverbraucher zur digitalen Vermögensverwaltung.

Jeder, der sich Gedanken über seine Altersvorsorge macht, kennt das Problem: Das Sparkonto bringt nur minimale Zinsen, die von der Inflation restlos aufgefressen werden.

Gleichzeitig werden die Renten in Zukunft immer kleiner, sodass jedem Durchschnittsverdiener nach einem langen Berufsleben eine Lücke droht. Wer seinen Lebensstandard einigermaßen halten will, sollte sich also etwas einfallen lassen.

Neben den altbekannten Konzepten wie Bausparen, Lebensversicherung oder Festgeld gibt es jetzt ganz neue Helfer: Robo-Advisor. Beratungs-Roboter, die das Vermögen des Kunden verwalten.

So mancher Anleger mag zunächst vielleicht wenig Lust verspüren, sein Geld einer Maschine anzuvertrauen statt einem Berater aus Fleisch und Blut.

Aber was zunächst abschreckend klingt, hat klare Vorteile: Ein Robo-Advisor entscheidet einzig und allein nach wissenschaftlichen, mathematischen Regeln – und lässt sich nicht wie ein Mensch von Gefühlen oder anderen subjektiven Faktoren beeinflussen.

Algorithmus statt Emotion? Rechnen statt Denken? Inzwischen gibt es unzählige Robo-Advisor-Angebote. Nachfolgend verrät Ihnen Otto Genialverbraucher, was Sie über die digitale Geldverwaltung wissen müssen.

Tipp 1: Setzen Sie auf Indizes statt Einzelaktien.

Wohin mit meinem Geld, das auf dem Sparbuch immer weniger statt mehr wird? Auch ich stelle mir diese Frage. Einfach ein paar Aktien kaufen, schließlich gehen die Kurse seit Jahren durch die Decke?

Nun ja, viele Anleger – vor allem in Deutschland – scheuen einen Einstieg an der Börse wegen all ihrer Risiken.

Die Bedenken sind nicht ganz von der Hand zu weisen. Wer in Aktien investiert, dem kann im schlimmsten Fall der Totalverlust widerfahren. Aber es gibt eine echte Alternative, die die Vorteile des Kapitalmarktes nützt und gleichzeitig das Risiko minimiert: ETF.

Das Kürzel steht für „Exchange Traded Funds“. Diese börsengehandelten Fonds sind meist sogenannte “passiv verwaltete“ Indexfonds. Das heißt: bei ETF versucht nicht ständig ein aktionistischer Aktienhändler durch An- und Verkäufe, den Wert Ihres Depots zu steigern.

Stattdessen bildet ein ETF die Zusammensetzung eines Börsen-Index ab – also zum Beispiel den Dax. Das Fondsvermögen wird also nicht individuell aufgrund einer Meinungen oder Einschätzung einer Einzelperson investiert, sondern rein nach der Vorgabe, möglichst genau den Dax widerzuspiegeln.

Das mindert sowohl den Aufwand als auch das Risiko. Diese Anlageform wird immer beliebter, auch und vor allem in Verbindung mit Robo-Advisoren. Weitere Informationen zu ETFs finden Sie hier:

Richtig investieren mit ETFs

Bis vor kurzem musste man als Anleger noch selbst entscheiden, welche(s) ETF-Papier(e) man kaufen will – entweder mit oder ohne Beratung eines Bankangestellten.

Doch diesen langwierigen Prozess können Sie sich heute schenken: Dafür gibt es jetzt die Robo-Advisoren.

 Tipp 2: Robo-Advisor statt Bankberater

Robo-Advisor sind digitale Vermögensverwalter, die mithilfe von Algorithmen das für den Anleger am besten geeignete Portfolio errechnen und dieses dann automatisch nach den Maßgaben des Kunden überwachen und verwalten.

Falls erforderlich, nimmt der Robo-Advisor Anpassungen am Depot vor. Ein Beispiel: Schwanken die Kurse an den Börsen, wird die Zusammensetzung angepasst – beispielsweise werden Aktienfonds verkauft und dafür Anleihen-Fonds gekauft.

Diese Aktionen beruhen ausschließlich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Analyseprozessen. So werden emotionale Fehlentscheidungen ausgeschlossen und Risiken minimiert. zu viel Gefühl oder Gier haben so manchen Anleger schon ins Unglück gestürzt. Deshalb kann es Sinn machen, sich auf einen rein sachlich entscheidenden Robo-Advisor zu verlassen.

Wie funktioniert ein Robo-Advisor?

Sehr einfach. Wenn Sie Ihr Geld per Robo-Advisor anlegen wollen, müssen Sie nicht in eine Bankfiliale gehen und sich mit dem Berater mit Krawatte und Laptop treffen.

Vielmehr können Sie zuhause vor dem Computer sitzen – bei manchen Anbietern geht es sogar via App über dem Handy. Sie müssen nur einige Fragen zur persönlichen Risikobereitschaft und Anlagedauer, zu Erfahrung und Vorkenntnissen beantworten.

Ein paar Klicks später errechnet der Roboter einen Anlagevorschlag mit einem Portfolio, das vermeintlich zu seinem Profil passt.

Wer will, kann dem Robo-Advisor sogleich ein Mandat zur Vermögensverwaltung erteilen. Die Identifizierung geht über das Post-Ident-Verfahren oder sogar noch unkomplizierter über eine Video-Schalte.

Das System ist so schlicht wie genial: Sie brauchen keinen Manager, der Ihr Depot ständig betreut. Das spart viel Geld. Viele Experten sagen: Den Robo-Advisoren gehört die Zukunft.

Das bestätigt indirekt auch der Wirtschafts-Nobelpreisträger Eugene Fama. Er hat nachgewiesen, dass kein Privat-Anleger und auch kein noch so gut bezahlter Bankmanager mit Wertpapierhandel auf Dauer den Aktienmarkt schlagen kann.

Kurzfristig kann sich sein Wertpapierdepot zwar schon besser entwickeln als der Durchschnitt, aber über mehrere Jahre hinweg macht laut Fama eine ganz andere Strategie Sinn: passives statt aktives Investieren.

Werden die Robo-Advisoren die Branche umwälzen?

Am Anfang gab es nur Start-Ups wie Ginmon, Scalable Capital, Vaamo und Whitebox. Inzwischen zieht eine Großbank nach der anderen nach – entweder per Kooperation mit den Fintech-Firmen oder wie die Deutsche Bank Ende 2017 mit ihrem eigenen, selbst aus dem Boden gestampften Robo-Advisor namens „Robin“.

Noch ist die Nische klein. Die Anbieter in Deutschland verwalten nach Schätzungen etwa eine Milliarde Euro. Die Unternehmensberatung Oliver Wyman prophezeit bis zum Jahr 2021 einen Anstieg der Anlagesumme auf bis zu 35 Milliarden Euro.

In einer Studie ( http://www.oliverwyman.de/our-expertise/insights/2017/aug/robo-advice-ungebremstes-wachstum.html ) sagt Oliver Wyman einen „globalen Siegeszug“ der Robo-Advisoren voraus und hat seine weltweite Prognose deutlich nach oben korrigiert: Bis 2021 werde der Asset Pool gar auf eine Billiarde US-Dollar anwachsen.

Die meisten Experten sind sich einig, dass die Digitalisierung in der Investmentbranche nicht mehr aufzuhalten ist. Digitale Prozesse führen zu mehr Effizienz sowohl im Portfolio-Management als auch in der Verwaltung.

Dadurch lässt sich mit dem Robo-Advisor schon bei kleineren Anlagebeträgen und bei niedrigeren Gebühren Geld verdienen – während bei den Banken viel Geld in die gut bezahlten Anlageberater und teure Filialnetze fließt.

„Robo-Advisor sind letztlich darauf ausgelegt, klassische Fondsmanager und Wertpapierberater überflüssig zu machen“, schreibt die Tageszeitung Die Welt (https://www.welt.de/finanzen/article171535675/Robin-muss-zeigen-ob-er-mit-Chaos-umgehen-kann.html ).

Worauf müssen Sie achten?

Ein Mindestmaß an Vorbereitung ist leider schon nötig, damit Sie keinen Fehler machen. Denn auch bei Robo-Advisoren gibt es Unterschiede: Welchen Betrag müssen Sie mindestens einzahlen? Wie hoch sind die Gebühren? welche Performance erzielt der Robo-Advisor? Welches Angebot passt am besten zu Ihren Bedürfnissen und Ansprüchen?

Bevor Sie im Internet einen Robo-Advisor-Test durchlesen, achten Sie auf dessen Datum. Der Markt bewegt sich sehr schnell, so mancher Test aus dem Jahr 2016 ist restlos veraltet. Seitdem sind neue Anbieter dazugekommen, andere Unternehmen haben ihren Robo-Advisor optimiert.

Der Wettbewerb um die Kunden läuft, so hat im Januar 2018 etwa der Markteintritt des Indexfonds-Spezialisten Vanguard eine Rabattschlacht ausgelöst.

Wenn Sie sich einmal für einen Anbieter entschieden haben, sollten sie noch darauf achten, dass die ETFs Ihrer Wahl breit gestreut sind – sowohl geografisch als auch thematisch.

Investieren Sie also nicht nur in einen Dax-Fonds und in Rohstoffe, sondern streuen Sie das Risiko so weit wie möglich. Als Klassiker gilt hier Index MSCI World. In ihm hat der US-amerikanische Finanzdienstleister MSCI nicht weniger als 1600 Aktien aus 23 verschiedenen Industrieländern zusammengestellt.

Weiter ins Details gehen wir an dieser Stelle aber nicht, denn diese Beratung wird Ihnen viel akkurater der Robo-Advisor leisten.

Was sind die Vorteile eines Robo-Advisors?

Ein Robo-Advisor ist preiswert, berechenbar, flexibel und sicher. Er macht Ihnen den Zugang zur Börse so einfach wie möglich – und so sicher wie möglich. im Vergleich zur selbsttätigen Anlage müssen Sie sich nicht mühsam in die Börsenthematik einarbeiten.

Die meisten Robo-Advisor-Anbieter verlangen eine All-Inclusive-Grundgebühr, die viel niedriger ist als bei einem traditionellen Fonds-Investment. Im Schnitt liegen die Gesamtkosten bei einem Robo-Advisor zwischen 0,4 bis 1,5 Prozent pro Jahr.

Aktiv verwaltete Produkte kosten dagegen meist ein Vielfaches – und das, obwohl sie nach wissenschaftlichen Erkenntnissen objektiv schlechter sind als ein Index-orientiertes Investment.

Zudem demokratisieren Robo-Advisoren den Einstieg in den Kapitalmarkt, denn Sie können auch schon mit kleinen Beträgen dabei sein. Für klassische Banken dagegen rechnet sich eine umfangreiche Beratung eines Kunden nur noch bei hohen Anlagesummen – auch wegen der hohen gesetzlichen Anforderungen an die Wertpapierberatung.

Robo-Advisoren haben dieses Problem nicht.

Was sind die Risiken von Robo-Advisoren?

„Ob Algorithmen besser mit Geld umgehen können als Menschen, ist noch nicht entschieden“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/roboter-vs-mensch-der-kampf-um-die-geldanlage-15369503.html ).

Schließlich seien die Robo-Advisoren noch ein junges Phänomen. Von daher sei noch keine verlässliche Aussage zu treffen, ob sie langfristig besser abschneiden als Fondsmanager oder Privatleute, die ihr Geld selbständig anlegen.

Einen echten Härtetest musste keiner der Anbieter bislang überstehen. Dieser wird aber früher oder später kommen. Spannend wird es beim ersten Börsencrash: Wie reagieren die Maschinen, die bislang nur steigende Kurse kennen? Und was tun die Anleger?

Bei einem konventionellen Depot können Sie mit ihrem Berater sprechen und die weiteren Schritte beraten. Diese beruhigende Möglichkeit entfällt beim Robo-Advisor.

Sie als Anleger müssen in der Krise also einer Maschine vertrauen – und damit letztlich Ihrer eigenen Entscheidung pro Robo-Advsior. Letztlich ist es wie bei einem ganz normalen Aktiendepot: Es hilft nur ruhig bleiben und abwarten. Irgendwann werden die Kurse wieder nach oben gehen.

Ein guter Robo-Advisor sollte Sie dabei unterstützen, die Krisen auszusitzen und Ihrer langfristigen Strategie treu zu bleiben. Ob das der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.

Wie hoch ist der Mindestanlage-Betrag?

Das schwankt von Robo-Advsior zu Robo-Advisor stark. beim Anbieter Visualvest der Fondsgesellschaft Union Investment können die Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken bereits ab 500 Euro einsteigen.

Das Angebot der Commerzbank-Tochter Comdirect, Cominvest, geht bei 3000 Euro los. Robin von der Deutschen Bank ist erst ab 5000 Euro zu Diensten.

Beim Marktführer Scalable Capital, der mit der Direktbank ING Diba und der Vermögensverwaltung Blackrock kooperiert, muss man sogar mindestens 10 000 Euro mitbringen.

Welcher Robo-Advisor ist zu empfehlen?

Einen Einzelanbieter herauszugreifen, wäre unseriös. Denn jeder Anleger hat andere Interessen und Vorlieben – auch die Investitionssumme, das Restvermögen und die Risikobereitschaft unterscheiden sich von Fall zu Fall.

Deshalb sollte sich jeder Interessent die Mühe machen, Preise und Angebote zu vergleichen. Was vor dem Einkauf eines Autos, eines Fahrrads oder auch nur einer Tischlampe ganz normal ist – ein gründliches Abchecken des Marktes – sollte ausgerechnet bei der Anlage für die Altersvorsorge selbstverständlich sein.

Wo gibt es aktuelle Robo-Advisor-Vergleiche:

  1. Performance-Test bei brokervergleich.de https://www.brokervergleich.de/robo-advisor/
  2. Performance-Check von ETF-Extra-Magazin https://www.extra-funds.de/news/etf-news/robo-advisor-performance-check/
  3. Geldanlage-digital mit Kundenbewertungen http://www.geldanlage-digital.de/robo-advisor/
  4. Robovergleich https://robovergleich.com/

Das Portal www.Brokervergleich.de hat 2017 die „Wahl zum Robo-Advisor des Jahres“ durchgeführt.

Dabei flossen die Stimmen der Kunden und der Redaktion jeweils zu 50 Prozent in das Ergebnis ein. Die Gewinner sind: quirion, Liqid und ScalableCapital.

Ist meine Geldanlage bei einem Robo-Advisor sicher?

Ja, jeder seriöse Robo-Advisor legt Ihr Geld in einem Aktiendepot bei einer Bank an. Dort wird Ihr Geld sicher verwahrt und ist als Sondervermögen klassifiziert.

Das heißt: Niemand außer Ihnen hat Zugriff. Und es ist auch nicht futsch, wenn der Robo-Advisor pleite gehen sollte. Selbst im sehr unwahrscheinlichen Fall einer Insolvenz der Bank können Sie Ihre Wertpapiere einfach auf eine andere Bank übertragen – kostenlos und ohne weitere Nachteile.

Ein Robo-Advisor legt Ihr Geld in der Regel breit gestreut, weltweit und kostengünstig an. In der Vergangenheit wurde damit eine Rendite von vier bis sieben Prozent pro Jahr erzielt.

Kann mein Geld bei einem Börsencrash verloren gehen?

Kurzfristig ja. Aber wenn Sie im Falle einer Krise Geduld und einen langen Atem haben, sind Sie eigentlich auf der sicheren Seite. Grundsätzlich ist eine Anlage am Kapitalmarkt immer riskant. Deshalb sollten sie auch darauf achten, dass Ihr Geld gut gestreut wird: In verschiedene ETFs aus verschiedenen Regionen und verschiedenen Branchen.

Das minimiert ihr Risiko schon einmal. jetzt müsste schon die gesamte Weltwirtschaft in den Keller rutschen, damit auch ihr breit gestreutes Portfolio abstürzt. Bislang war es aber immer so, dass sich nach jedem Crash die Börse innerhalb weniger als fünf Jahren wieder erholt hat und neue Höchststände erreicht.

Wenn Ihre Anlagestrategie langfristig angelegt ist, sind kurzfristige Kurs-Schwankungen kein Problem. In Tiefphasen heißt es also, kühlen Kopf zu bewahren. Ganz nach dem Motto von Börsenguru André Kostolany: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“

Das hilft zugegebenermaßen wenig, wenn der Börsencrash ausgerechnet zu jenem Zeitpunkt kommt, an dem Sie in Rente gehen und das Geld eigentlich eingeplant haben.

In diesem Fall hilft eigentlich nur: Warten, bis die Kurse wieder klettern. Oder Sie lassen sich Ihr Geld schon in den Jahren vor der Rente schrittweise auszahlen. Auch das macht ein Robo-Advisor möglich: Ansparpläne und Auszahlungspläne.

Eine Alternative ist: Wenn Sie sich kurz vor Ihrer Rente in einer Hochphase befinden und ein Tief aufzieht, könnten Sie rechtzeitig Kasse machen und Ihr Geld anderweitig anlegen.

Fazit – die Empfehlung von Otto Genialverbraucher:

ETFs als Bestandteil Ihrer Altersvorsorge machen auf jeden Fall Sinn. Ob mit oder ohne Robo-Advisor, das müssen Sie allerdings selbst entscheiden.

Kritiker sagen zwar, als Anleger könne man sich einen Robo-Advisor sparen. Ganz nach dem Motto: Die Zeit, die ich zur Auswahl des richtigen Robo-Advisors verwende, kann ich auch gleich in die Auswahl der richtigen ETF stecken.

Was dabei allerdings gerne vergessen wird: Ein Robo-Advisor bietet mehr als nur die Auswahl eine Portfolios. Er bewertet nicht nur Ihre eigene Risikoneigung nach rein objektiven Kriterien, sondern kann die Anlagestrategie auch kontinuierlich optimieren.

Befürworter von Robo-Advisoren weisen – zu Recht – darauf hin, dass die digitale Vermögensverwaltung viel günstiger als bei einer klassischen Bank. Hier gilt die alte Weisheit „Der Gewinn liegt im Einkauf”. Soll heißen: Je weniger die Geldanlage kostet, desto größer ist am Ende Ihr Gewinn.

Wenn man dann noch bedenkt, dass das passive Investment (Indexing) fast immer erfolgreicher ist als der Versuch, mit Aktionismus die Börse zu übertreffen, dann bleiben nicht mehr viele Argumente gegen den Robo-Advisor übrig.

Genau genommen sind es noch zwei: Erstens die Tatsache, die Matthias Hübner von der Unternehmensberatung Oliver Wyman so zusammenfasst: „Der Beweis, dass ein Robo-Advisor verglichen mit einem traditionellen Portfoliomanager auch bei fallenden Kursen die besseren Vermögensverwalter sind, steht noch aus.

“ Und zweitens die (vor allem emotionale) Gretchenfrage, ob Sie einer Maschine das nötge Vertrauen entgegenbringen oder nicht.

Ich wünsche Ihnen stets steigende Kurse! Und im Falle einer Baisse: eine ruhige Hand!