Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Erfolgreiche Blogger: Diana von Kochen mit Diana

Was war der entscheidende Moment für dich mit dem Bloggen anzufangen?

Ich habe viele Jahre nicht gekocht. Ich fand es nicht nötig. Man konnte schließlich alles kaufen. Tütensuppen, tiefgefrorene Pizza und vieles mehr. gekocht habe ich selten. Und dann auch nur Pommes, Spaghetti und Spiegelei. Das hat sich verändert, als ich ein paar gesundheitliche Probleme bekam.

Nichts schlimmes, aber der Arzt meinte ich sollte keine Fertigprodukte und kein Junk-Food mehr essen und dann werden meine Beschwerden auch verschwinden. Also wurde ich „gezwungen“ selber zu kochen.

Ich habe mich dann entschieden mit dem Bloggen anzufangen, als immer wieder Rezepte, die ich aus Zeitschriften ausgeschnitten oder gedruckt hatte, verschwanden. ich habe sie sicherlich aus Versehen weggeworfen. Also entschied ich mich, die Rezepte, die ich koche, aufzuschreiben.

Dann dachte ich mir: „wenn du sie aufschreibst, dann kannst du sie auch veröffentlichen“ – und so habe ich mein Blog gestartet.

Gab es einen Blog, der dich inspiriert hat? Hast du Vorbilder?

Ja es gab ein Blog, welches mich inspiriert hat. teoskitchen.ro ist ein rumänisches Blog und das Erste, das ich regelmäßig gelesen habe.

Vorbilder… ja und nein. Es gibt viele Blogger, denen ich folge. Viele Blogger, die mich inspirieren. Aber das heißt nicht, dass ich genauso sein will wie sie. Dann wäre ich nur eine Copy-Cat.

Wie kommst du immer wieder auf neue Themen für deinen Blog?

Ich mag immer wieder neue Rezepte auszuprobieren. Inspiration finde ich auf Pinterest, Instagram, in Kochbüchern, auf andere Blogs, bei Freunden und auf Reisen. Die Rezepte werden aber immer nach meinem Geschmack geändert. Und wenn ich ein Rezept doch 1 zu 1 übernehme (das kommt aber sehr selten vor), dann gebe ich die Quelle an.

Ich war dieses Jahr in Thailand und da habe ich zum ersten Mal Phad Thai oder Tom Yam Gai gegessen. Das Thailändische Essen hat mir so gut geschmeckt, so, dass ich beschlossen habe einen Kochkurs zu besuchen. Diese Rezepte teile ich nach und nach mit meinen Lesern.

 

Was kennzeichnet für dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Gute Frage. Ich folge Blogs, bei denen man merkt, dass der Blogger Spaß am Bloggen hat. Schöne Bilder sprechen mich immer an. Ein schönes Design ist für mich auch wichtig. Es muss nicht super modern oder ausgefallen sein. Es muss „benutzerfreundlich“ sein.

Leider habe ich des öfteren Blogs gesehen, die ein schreckliches Design (in meinen Augen) hatten – z. B. ein schwarzer Hintergrund und rosa Schrift oder zu grelle Farben. Da können die Bilder noch so schön oder die Rezepte interessant sein, als Leser wird mich so ein Blog nicht gewinnen denn für mich ist so ein Blog zu schwer zu lesen.

Und das finde ich schade. Eine Vielfalt an Rezept-Kategorien und eine gewissen Regelmäßigkeit muss auch vorhanden sein.

Welche Methoden der Monetarisierung funktionieren in deinem Blog gut?

Bei mir findet man nicht sehr viel Werbung. Wenn doch, dann sind es meistens Kooperationen in Form von Sponsored Posts. Dann werden Produkte im Beitrag platziert. Dazu müssen mich die Produkte überzeugen und einen Mehrwert für meine Leser bieten. Und die Konditionen passen.

leider gibt es weiterhin viele Firmen, die entweder für den Beitrag nicht zahlen wollen oder mit der Kennzeichnung als Werbung/ Sponsored Post und das Setzen des No-Follow-Links nicht einverstanden sind. Solche Kooperationen gehe ich dann nicht ein.

Lohnt sich das Bloggen für dich?

Finanziell lohnt sich das Bloggen für mich nicht. Ich gebe eher viel mehr Geld aus, seitdem ich den Blog habe. Und trotzdem lohnt sich das Bloggen für mich. Durch den Blog habe ich viele neue Leute kennengelernt und an vielen spannenden Events teilgenommen.

Aber es macht mir sehr viel Spaß und solange das der Fall bleibt, werde ich weiter bloggen.

Wie viel Arbeit muss ein Anfänger ins Bloggen investieren?

Das kann man pauschal nicht beantworten. Wie in meinem Fall gibt es viele Blogger, die viel Zeit und Leidenschaft im Blog investieren und sind dadurch nicht finanziell unabhängig. Es hängt aber auch vom Thema und der Nische ab.

Ein Anfänger muss aber wissen, dass hinter dem Blog eine Menge Arbeit steckt. Man muss Fotos machen, diese bearbeiten, Texte schreiben, Kommentare beantworten und auf anderen Blogs kommentieren, die Beiträge auf den Social Media Kanäle/ Foren teilen und vieles mehr.

Wer denkt, er investiert 30 Minuten pro Woche und wird über Nacht erfolgreich, der hat einfach falsche Vorstellungen.

Was würdest du heute anders machen?

Als ich angefangen habe, war mir vieles egal. Ich habe nicht auf die Qualität der Bilder geachtet. Viele meine Anfangsbilder sind sehr dunkel oder verwackelt. Und sie waren auch sehr klein…man erkannte nicht wirklich was da auf dem Foto ist. würde ich heute neu anfangen, würde ich darauf mehr achten.

Einen weiteren Fehler, den ich gemacht habe: Ich habe direkt das Rezept veröffentlicht. Ohne eine Einleitung. Das hat sich mit der Zeit auch geändert. Jetzt gibt es ein paar einleitende Worte.

Social Media war mir auch nicht wirklich wichtig. Ich muss gestehen, dass ich auf Instagram erst seit einem Jahr aktiv bin. In der Zwischenzeit hat sich der Algorithmus aber geändert und es ist nicht mehr so einfach neue Follower zu gewinnen.

Und ich würde auch mehr auf das Design achten. Mein Design war nicht schlecht. Es war aber nicht optimal für mobile Endgeräte. Das habe ich auch erst kürzlich geändert.

Trotz all dieser Fehler bin ich auf meinem Blog stolz. Er hat sich mit der Zeit entwickelt und das ist auch gut so.

Mir gefällt wenn ich Feedback zu meinen Rezepte bekomme. Wenn mir ein Leser sagt, dass er ein Rezept ausprobiert hat und, dass es ihm geschmeckt hat. Der Blog hat mir die Möglichkeit gegeben an schönen Events teilzunehmen und hinter die Kulissen zu schauen (z. B. im Hotel Sacher in Wien in der Küche zu stehen und zu kochen).

Der Austausch mit der Bloggerkommunity. Und die Möglichkeit viele tolle Blogger Kollegen kennenzulernen, aus denen auch offline Freundschaften entstanden sind.

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