Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Erfolgreiche Blogger: Jana Wessendorf von zuFussunterwegs.com

Es gibt nicht den einen Blog, der mich inspiriert hat. Ich lese Blogs zu verschiedenen Themen, diese aber alle unregelmässig. Sehr gerne kehre ich zu „einfach bewusst“ von Christof Herrmann oder „101 Places“ von Patrick Hundt zurück.

Wie kommst du immer wieder auf neue Themen für deinen Blog?

Das ist in der Tat eine gute Frage und eine stete Herausforderung. Während ich anfangs eher über breite Themen geschrieben habe, bin ich nun in der Phase, wo ich auch gerne mal tiefer ins Detail gehen möchte. Das allein sorgt bereits für neue Ideen und Herangehensweisen.

Ansonsten lasse ich mich inspirieren, wenn ich unterwegs bin. Ich gehe einfach mit offenen Sinnen durch den Tag. Wenn ich auf etwas Interessantes stosse, mache ich mir gleich eine Notiz, damit der Gedankenblitz nicht verloren geht.

So bin ich durch einen Hinweis auf einem Frühstückstisch in einer Unterkunft auf das Thema „Waldbaden“ gestossen oder beim Wandern in einem steilen Anstieg auf die Idee zu „Von der Kunst, beim Wandern nicht ausser Puste zu geraten“.

Was kennzeichnet für dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Aktuelle Inhalte, authentische Gedanken  und ein origineller Schreibstil.

und Beiträge, die mich nachdenklich werden lassen oder mir eine neue Perspektive ermöglichen. Wir werden so mit Inhalten zugeschüttet, Blogs bilden da keine Ausnahme – dass der Inhalt überzeugend sein muss, und auch überraschen sollte.

Welche Methoden der Monetarisierung funktionieren in deinem Blog gut?

Aller Anfang ist schwer, das war auch bei meinem Blog zuFussunterwegs so. Am besten funktionieren für mich der Verkauf meines eBooks „Tälerhüpfen im Tessin“, Affiliate-Marketing und gesponserte Beiträge.

Wie viel Arbeit muss ein Anfänger ins Bloggen investieren?

Das mag jetzt nicht überraschen, aber es kommt darauf an, was der Blogger mit seinem Blog erreichen möchte. Wer mit seinem Blog keinen kommerziellen Erfolg anstrebt, sondern einfach zu einem für sich selbst wichtigen Thema schreiben möchte, muss nicht viel Zeit investieren.

Wer von seinem Blog langfristig leben möchte, der muss richtig ranklotzen. Dann ist ein Blog eine anstrengende Vollzeitarbeit mit ganz vielen unterschiedlichen Aufgaben. Das Schreiben der Artikel ist dabei das i-Tüpfelchen. Das Wichtigste neben guten Inhalten ist es, den Blog immer bekannter zu machen. Und das ist schwerer als man glauben mag.

Was würdest du heute anders machen?

Zwei Dinge. Ich würde noch früher noch mehr eigene digitale Produkte auf meinem Blog anbieten. Und ich würde mich am Anfang nur auf eine einzige Social Media-Plattform konzentrieren und diese mit Inhalten befüllen. Auf mehreren Hochzeiten zu tanzen, kostet sehr viel Zeit und Energie und bringt nur in den seltensten Fällen das gewünschte Ergebnis.

Ich mag es, selbst gestalten zu können. Mein Blog bietet mir die Möglichkeit, über Themen, die mir wichtig sind und auf die ich Lust habe, zu schreiben. Und zwar in meinem ganz eigenen Stil. Das ist für mich eine wunderbare Gelegenheit, mich mit einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen.

Darüberhinaus habe ich durch das Bloggen viele interessante neue Kontakte knüpfen können, die inspirieren und mich Neues lernen lassen. Auch das fetzt und bereichert. Und es öffnet Türen, von denen man vorher gar nicht wusste, das sie da sind.

Worum geht es auf deinem Blog zuFussunterwegs?

Bei zuFussunterwegs geht es um das Glück, in der richtigen Geschwindigkeit leben zu können und zu dürfen. Es geht um die Wiederentdeckung der Langsamkeit. Zu Fuss unterwegs zu sein, als natürlichste und langsamste Form der Fortbewegung, ist dabei Symbol und Philosophie zugleich.

Ich möchte andere Menschen dazu bewegen, wieder öfter langsamer zu leben. Sich auf den eigenen besten Rhythmus einzulassen. Und zu bemerken, dass das in der Tat gut möglich ist und das Leben und die Gesundheit bereichert oder neue Blickwinkel entstehen lässt. Zu Fuss unterwegs zu sein als Lebensgefühl.