Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Erfolgreiche Blogger: Karola B. Lütjen aka Herzensköchin

Was war der entscheidende Moment für dich mit dem Bloggen anzufangen?

Eine professionelle Foodbloggerin Peggy Schatz ermutigte mich auf der aid-Tagung in Bonn 2012 zum Food-Blog, so startete ich mit dem Schreiben. Als Ernährungsberaterin, Krankenschwester und leidenschaftliche Köchin liegt mir nichts näher, als eine sinnvolle und leckere Ernährung zu verbreiten.

Neben den vielen Koch-und Backbüchern, die ich besitze, entwickle ich Rezepte nach meinem Sinn. So habe ich zumeist Zettel und Stift am Herd und der Foodblog archiviert meine Rezeptideen.

Fast wöchentlich werde ich nach Koch -und Backrezepten gefragt. Durch den Blog werde ich vieler meiner beständigen und noch zukünftigen Rezepte in die Veröffentlichung bringen. Es sollte ein Kochbuch werden, nun gehe ich den Weg des Blogs.

Gab es einen Blog, der dich inspiriert hat? Hast du Vorbilder?

Durch meine mittelbadische Herkunft habe ich schon in Kindheitstagen die kulinarischen Kochkünste meiner Mutter schätzen gelernt. So schaute ich meiner Mutter gerne über die Schulter, wenn sie den Kochlöffel für badische Spezialitäten schwingte.

In diesem Sinne ist meine Mutter mein großes Vorbild und von ihr habe ich die Fähigkeit etwas in Textform zu bringen, denn sie selber schrieb auch schon Rezepte auf.

Wie kommst du immer wieder auf neue Themen für deinen Blog?

Inspiriert und angeregt werde ich von meinen vielen Koch-und Backbüchern, oder wenn ich in einem Restaurant essen gehe. Weitere Anreger sind Einladungen bei Freunden und Bekannten, Buffets oder Urlaube. Insbesondere die mediterane Küche finde ich spannend. Viele Rezepte ändere ich nach meinem Geschmack um.

So kann es sein, dass ich aus 3 verschiedenen Rezepten eine eigene Idee entwickle. Am meisten entstehen meine Ideen sowieso beim Kochen und Backen selbst oder beim Einschlafen.

Was kennzeichnet für dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Das A und O für einen guten und erfolgreichen Blog ist die eigene Persönlichkeit, die dahinter steht. Ich finde die Authentizität ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg, um seine Leser erreichen. Wenn ich als Blogger mein Blogziel kenne und danach meine Beiträge und Fotos ausrichte, bin ich auf einem guten Weg.

Wenn wie bei meinem Foodblog Herzensköchin die Rezepte alltagstauglich und realisierbar sind, dann hat der Leser auch selber Inspiration, das Gericht nachzukochen. Bei mir geht es nicht um die Gourmet-oder Sterneküche, sondern Rezepte zu präsentieren, die für jeden im Alltag nachkochbar sind.

Welche Methoden der Monetarisierung funktionieren in deinem Blog gut?

Bei mir ist es ganz unterschiedlich! Zum Teil entwickle ich Rezepte für Unternehmen, die gezielt auf mich zu kommen und die ich dann auf dem Blog veröffentliche. Ansonsten entwickle ich auch Rezepte außerhalb des Foodblogs für Printmedien.  

Lohnt sich das Bloggen für dich?

Bloggen ist für mich Herzenssache und mit Leidenschaft verbunden. Auf den Blognamen Herzensköchin kam ich, weil ich mich in die Herzen der Menschen koche und keine 3-jährige Kochlehre in petto habe. Als gelernte Krankenschwester liegen mir unsere Mittel zum Leben am Herzen. Bloggen ist eine wunderbare Möglichkeit, internetorientierte Menschen mit dem Thema Ernährung zu konfrontieren.

Ende Juni 2013 habe ich mit dem Bloggen begonnen, sofort hat mich das Blogfieber gepackt und bin ich ca. 1-mal wöchentlich am Bloggen. Aus diesen Gründen lohnt sich für mich das Bloggen. Mittlerweile hat sich mein Foodblog zu einem kleinen Nebenjob entwickelt.

Wie viel Arbeit muss ein Anfänger ins Bloggen investieren?

Als Anfängerin benötigte ich mit Sicherheit mehr Zeit um den ganzen Blog aufzubauen. Im späteren Verlauf hat sich bei mir ein Zeitfenster von 8-10 Stunden pro Woche eingependelt. Dazu zählt die Rezeptidee, Rezeptentwicklung, Kochen und Fotografieren.Wenn diese Punkte alle erledigt sind, geht es erst in den Blog.

Dort wird dann mein Rezept verfasst, Bilder verschönert und in diversen Kategorien hinterlegt. Um auf meinem Blogartikel aufmerksam zu machen, teile ich ihn in Social Media –  das ist manchmal ganz schön zeitaufwendig. Das positive Feedback der Leser ermutigt mich jedoch dran zu bleiben.

Was würdest du heute anders machen?

Ich finde mein Blogstart war ein schrittweises Vorgehen und mit den Jahren habe ich immer mehr Erfahrungen gesammelt. Dadurch entwickelt sich eine gewisse Bloggerreife – auch gegenüber den Mitstreiteren. Da haut es einen nicht so schnell um. Mein Blog ist mit den Jahren an Format und Followern gewachsen.

Was gefällt dir am besten am Leben eines Bloggers?

Die Vielfältigkeit! Das Entwickeln der Rezepte, das Kochen, Beiträge schreiben, das Fotografieren ist eine mega Abwechslung. Insbesondere gefallen mir die Foodevents oder Presseveranstaltungen auf denen ich eingeladen werde.

Neue Produkte kennenlernen und Erstinformationen darüber zu erhalten, finde ich klasse. Darüber hinaus freue ich mich über jeden Leser, der mein Blog positiv kommentiert.