Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Erfolgreiche Blogger: Lea Hajner

Meinen ersten Blog habe ich 2006 von meinem damaligem Freund, einem Programmierer geschenkt bekommen. Das war der Beginn von allem.

Ein Journalismus-/Medienmangagement-Studium, viele Jahre Berufserfahrung im Bereich PR & Social Media, eine Solo-Weltreise und ein Umzug von Wien nach Tirol später ist dann ESCAPE TOWN entstanden, mein erster eigener Reiseblog.

Gab es einen Blog, der dich inspiriert hat? Hast du Vorbilder?

Viele. Ein Blog von einem Mädchen irgendwo in Vermont, die gerne gebastelt hat und einen wahnsinnig guten Geschmack bei Einrichtungsgegenständen hatte, hat mich zu meinem aller ersten Blog inspiriert. Den Blog gibt es leider mittlerweile nicht mehr.

Heute lese ich viele Blogs gerne. Travel Episodes liebe ich wegen der schönen Aufmachung und der abenteuerlichen Geschichten, Sophia von maybe-you-like.com inspiriert meinen Alltag und Kathrin von fraeulein-draussen.de [zum Interview mit Kathrin] spornt mich an mehr von dem zu machen, was ich wirklich gerne mache.

Wie kommst du immer wieder auf neue Themen für deinen Blog?

Die Frage stellt sich eigentlich nie – ich habe eine unglaublich lange Themenliste, mir fehlt lediglich die Zeit immer alle Themen abzudecken, so wie ich das gerne hätte.

Was kennzeichnet für dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Erfolgreich: sicherlich die Anzahl interessierter Leser und Follower, keine Fake-Accounts oder billig geangelter Leser. „gut“ ist sehr subjektiv. Alles was gefällt ist gut.

Welche Methoden der Monetarisierung funktionieren in deinem Blog gut?

In erster Linie verdiene ich mein Geld damit Content (Texte, Fotos, manchmal auch kleine Videos) zu verkaufen an Medien & Tourismusdestinationen.

Am Blog biete ich nur gekennzeichnete Sponsored-Blogposts zu relevanten Themen an, keine Banner, usw.

Foto © Lea Hajner

Sicherlich zum Teil weil er mein Aushängeschild ist. Ich werde oft angesprochen ala „du warst doch in Spitzbergen, möchtest du nicht für uns einen Artikel schreiben“.

Bloggen ansich tue ich momentan nicht aus finanziellen Gründen, das habe ich sozusagend ausgelagert. Wobei ich trotzdem viel Arbeit und Liebe in meinen Blog stecke und auch offen bin gegenüber neuen Möglichkeiten.

Ich bin seit über 4 Jahren selbstständig als Reisejournalistin und Bloggerin und kann davon leben. Sicherlich verdiene ich viel weniger, als ich in einer Agentur verdienen könnte. Aber ich erlebe eben auch mehr, reise mehr und kann mir meine Zeit frei einteilen. Wenn es Tiefschnee hat unter der Woche bin ich fix am Berg. Gearbeitet wird dann eben abends.

Das ist aber eher die Ausnahme, normalerweise teile ich mir die gesamte Woche recht gut vorab ein 😉

Wie viel Arbeit muss ein Anfänger ins Bloggen investieren, um dadurch finanziell unabhängig zu werden? Alternativ: Wie lange dauert es bis zu den ersten 100/1.000/10.000 Lesern/Besuchern pro Tag?

Wahnsinnig unterschiedlich. Kommt ganz auf das Vorwissen in den Bereichen PR, Social-Media, SEO, etc. darauf an und was seine persönlichen und professionellen Ziele sind.

Welche Fehler hast du beim Aufbau deines Blogs gemacht, aus denen Bloganfänger lernen können? Wie würdest du es jetzt anders machen?


Im
Bereich SEO kann man unglaublich viele Fehler machen, vermutlich mache ich immer noch viele. Es ist einfach sehr mühsam, wenn das eigene Herz für Kreativität schlägt, sich auch dafür zu begeistern.

Ich habe ursprünglich escape-town.com auf Deutsch und englisch angefangen – davon bin ich aber schnell abgekommen. Zuviel Arbeit, zu irrelevant, zu großer bereits bestehender englischsprachiger Markt.

Was gefällt dir am besten am Leben eines Bloggers?

Interessante Projektpartner, ich sehe viel – auch Orte, an die ich sonst sicherlich nicht so schnell gekommen wäre wie in den letzten Jahren Spitzbergen, Gambia, Offroad durch Nord-Argentinien mit MINI, usw.

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