Artikel veröffentlicht am: 25. November 2019

Erfolgreiche Blogger: Food-Bloggerin Sandra Franitza

welches war der entscheidende Moment für dich mit dem Bloggen anzufangen? Warum Food?

Fangen wir mal mit der zweiten Frage an, dann kommen wir schon ganz automatisch zur ersten 😉

Ich habe schon immer gerne gekocht und daher natürlich auch Wert auf gutes Essen gelegt. Insbesondere bereitet es mir sehr viel Freude für andere Menschen zu kochen und die Speisen auch hübsch anzurichten. Und ich wurde zu so jemanden, der seine Essens-Fotos auf seinem privaten Facebook-Profil gepostet hat, ja ich gehörte und gehöre auch zu der Fraktion 😉

Da mich meine Freunde vermehrt nach Rezepten fragten, habe ich einer Nacht- und Nebel-Aktion meine Facebook-Seite mit Rezepten gestartet und einige Zeit später dann auch meinen Blog. Damit meine Rezepte noch mehr Menschen erreichen und ich viele damit begeistert kann, selbst zu kochen, anstatt schnell zu Fertiggerichten zu greifen.

Gab es einen Blog, der dich inspiriert hat? Hast du Vorbilder?

Nein, den gab es damals eigentlich nicht. Ich habe selber auf meine Art und Weise losgelegt. es einige andere Foodblogs, die mich immer wieder inspirieren, sei es aufgrund der tollen Fotos und der Rezeptideen.

Wie kommst du immer wieder auf neue Themen für deinen Blog?

Ich könnte jetzt sagen „Der Hunger treibt’s rein“ 😉

Meine Ideen und Themen kommen aus ganz unterschiedlichen Situationen zustande. In der Tat natürlich weil ich ja selber oft am Überlegen bin, was ich Leckeres für uns Kochen kann, und dann fange ich an zu experimentieren. Wenn es schmeckt, dann landet es selbstverständlich für meine Leser auf dem Blog.

Einige Anregungen hole ich mir natürlich auch in Kochbüchern oder im Internet. Aber kopieren ist natürlich ein absolutes No-go.

Manchmal ist es auch so, dass wir auswärts essen gehen und wenn es mir sehr gut geschmeckt hat, dann versuche ich das in meiner heimischen Küche nachzukochen.

Was kennzeichnet für dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Ich finde es am allerwichtigsten, dass man seine Freude und seine Leidenschaft an den Leser transportiert. Ich sage immer, dass man nicht für den Blog bloggt, sondern dass das auf dem Blog seinen Platz findet, was man selber gerne mag und zeigen möchte. Es muss authentisch sein.

Natürlich sind schöne Fotos und eine übersichtliche Darstellung auch wichtig. Grade auf einen Foodblog gehört meiner Meinung nach eine Einteilung nach Kategorien und/oder ein Rezepte A-Z, damit die Leser sich gut zurecht finden

Ausserdem gehört eine gute Bindung an die Leser absolut dazu. Sei es auf dem Blog selber oder auf den zugehörigen Social Media Kanälen. Bei mir sind dies Facebook, YouTube und Instagram. Ich finde es wichtig und es gehört sich meiner Meinung nach auch, dass wenn einem seine Leser/Follower Feedback hinterlassen, dass man darauf antwortet.

Wenn sich jemand die Mühe macht und einen Kommentar schreibt, sollte dies auch gewürdigt werden. Denn ohne die Leser wäre der Blog ein Nichts.

Welche Methoden der Monetarisierung funktionieren in deinem Blog gut?

Auf meinem Blog selber findet Monetarisierung in Form von gesponserten Beiträgen statt. Diese sind natürlich deutlich als solche gekennzeichnet, bieten für den Leser aber den selben Mehrwert wie die nicht gesponserten Beiträge. Das ist mir sehr wichtig.

Ausserdem arbeite ich dort nur mit Firmen zusammen, hinter deren Produkten/Unternehmen ich auch stehen kann und diese mit gutem Gefühl an meine Leser empfehlen kann.

Bannerwerbung findet auf meinem Blog nicht bis wenig statt. Dafür sind die Klickraten einfach mittlerweile viel zu gering und es zerstört meiner Meinung nach auch das schöne Design des Blogs.

Mit der Zeit haben sich auch noch weitere Möglichkeiten durch den Blog ergeben, so ist im Frühjahr 2017 mein erstes Kochbuch „Koch dich glücklich durchs ganze Jahr“ erschienen. Des weiteren berate ich kleine Unternehmen im Bereich Social Media.

bist du durch dein Blog finanziell unabhängig(er) und wie lange hat es gedauert, bist du soweit warst? Wie viel verdienst du mit dem Bloggen?

Ja, ich bin mittlerweile durch meinen Blog finanziell unabhängiger, wobei ich davor auch finanziell unabhängig war. Das ging und geht natürlich nicht von heute auf morgen. Zunächst muss natürlich eine gewisse Reichweite in Form von Seitenaufrufen/Besuchszahlen und Followern da sein. Bei mir ging es nach 1,5 bis 2 Jahren mit den ersten ernsthaften Kooperationsanfragen los.

Fotocredit: Claudia Bellinghausen

Wie viel Arbeit muss ein Anfänger ins Bloggen investieren, um dadurch finanziell unabhängig zu werden?


Das
kann man pauschal nicht beantworten. Denn es gibt sicherlich Personen, die jede Menge Arbeit und Zeit ins Bloggen investieren und damit nicht finanziell unabhängig sind. Es kommt immer darauf an wie jeder Einzelne seine finanzielle Unabhängigkeit für sich definiert und mit wie viel Einkommen er rechnen muss/möchte.

Was ich aber empfehlen kann, ist, dass es sicherlich nicht möglich ist von Null auf Hundert durchzustarten und ich denke es ist auch nicht der richtige Weg aus den finanziellen Motiven mit dem Bloggen anzufangen. Wenn es sich dann so positiv in die Richtung entwickelt, dann ist das schön. Dann muss jeder für sich entscheiden, welchen Weg er geht und wie stark er sich ins Zeug legt.

Welche Fehler hast du beim Aufbau deines Blogs gemacht, aus denen Bloganfänger lernen können? Wie würdest du es jetzt anders machen?

Jeder Blog durchläuft denke ich ganz automatisch eine gewisse Entwicklung und steht nie still. Richtige Fehler fallen mir da allerdings nicht ein. Natürlich würde ich mich heute nicht mehr hinstellen und die Fotos mit meinem Smartphone machen, aber man muss sich da ja auch erstmal ran tasten.

Was gefällt dir am besten am Leben eines Bloggers?


Es
macht einfach unglaublich Freude sein eigenes „Ding“ zu machen, mit dem für was man eine Leidenschaft hat, viele andere Menschen begeistern zu dürfen.

Auch die Möglichkeiten die sich mir im Laufe der Zeit geboten haben, an schönen Events teilzunehmen, viele andere tolle Blogger Kollegen kennenlernen zu dürfen sind einfach großartig. Und hey, ein Verlag kam auf mich zu und machte mir das Angebot mein eigenes Kochbuch zu veröffentlichen. Das war einfach großartig.

Ich bin sehr dankbar für das alles.

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