Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Erfolgreiche Blogger: Food-Bloggerin Sandra Franitza

Welches war der entscheidende Moment fĂŒr dich mit dem Bloggen anzufangen? Warum Food?

Fangen wir mal mit der zweiten Frage an, dann kommen wir schon ganz automatisch zur ersten 😉

Ich habe schon immer gerne gekocht und daher natĂŒrlich auch Wert auf gutes Essen gelegt. Insbesondere bereitet es mir sehr viel Freude fĂŒr andere Menschen zu kochen und die Speisen auch hĂŒbsch anzurichten. Und ich wurde zu so jemanden, der seine Essens-Fotos auf seinem privaten Facebook-Profil gepostet hat, ja ich gehörte und gehöre auch zu der Fraktion 😉

Da mich meine Freunde vermehrt nach Rezepten fragten, habe ich einer Nacht- und Nebel-Aktion meine Facebook-Seite mit Rezepten gestartet und einige Zeit spÀter dann auch meinen Blog. Damit meine Rezepte noch mehr Menschen erreichen und ich viele damit begeistert kann, selbst zu kochen, anstatt schnell zu Fertiggerichten zu greifen.

Gab es einen Blog, der dich inspiriert hat? Hast du Vorbilder?

Nein, den gab es damals eigentlich nicht. Ich habe selber auf meine Art und Weise losgelegt. es einige andere Foodblogs, die mich immer wieder inspirieren, sei es aufgrund der tollen Fotos und der Rezeptideen.

Wie kommst du immer wieder auf neue Themen fĂŒr deinen Blog?

Ich könnte jetzt sagen „Der Hunger treibt’s rein“ 😉

Meine Ideen und Themen kommen aus ganz unterschiedlichen Situationen zustande. In der Tat natĂŒrlich weil ich ja selber oft am Überlegen bin, was ich Leckeres fĂŒr uns Kochen kann, und dann fange ich an zu experimentieren. Wenn es schmeckt, dann landet es selbstverstĂ€ndlich fĂŒr meine Leser auf dem Blog.

Einige Anregungen hole ich mir natĂŒrlich auch in KochbĂŒchern oder im Internet. Aber kopieren ist natĂŒrlich ein absolutes No-go.

Manchmal ist es auch so, dass wir auswĂ€rts essen gehen und wenn es mir sehr gut geschmeckt hat, dann versuche ich das in meiner heimischen KĂŒche nachzukochen.

Was kennzeichnet fĂŒr dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Ich finde es am allerwichtigsten, dass man seine Freude und seine Leidenschaft an den Leser transportiert. Ich sage immer, dass man nicht fĂŒr den Blog bloggt, sondern dass das auf dem Blog seinen Platz findet, was man selber gerne mag und zeigen möchte. Es muss authentisch sein.

NatĂŒrlich sind schöne Fotos und eine ĂŒbersichtliche Darstellung auch wichtig. Grade auf einen Foodblog gehört meiner Meinung nach eine Einteilung nach Kategorien und/oder ein Rezepte A-Z, damit die Leser sich gut zurecht finden

Ausserdem gehört eine gute Bindung an die Leser absolut dazu. Sei es auf dem Blog selber oder auf den zugehörigen Social Media KanÀlen. Bei mir sind dies Facebook, YouTube und Instagram. Ich finde es wichtig und es gehört sich meiner Meinung nach auch, dass wenn einem seine Leser/Follower Feedback hinterlassen, dass man darauf antwortet.

Wenn sich jemand die MĂŒhe macht und einen Kommentar schreibt, sollte dies auch gewĂŒrdigt werden. Denn ohne die Leser wĂ€re der Blog ein Nichts.

Welche Methoden der Monetarisierung funktionieren in deinem Blog gut?

Auf meinem Blog selber findet Monetarisierung in Form von gesponserten BeitrĂ€gen statt. Diese sind natĂŒrlich deutlich als solche gekennzeichnet, bieten fĂŒr den Leser aber den selben Mehrwert wie die nicht gesponserten BeitrĂ€ge. Das ist mir sehr wichtig.

Ausserdem arbeite ich dort nur mit Firmen zusammen, hinter deren Produkten/Unternehmen ich auch stehen kann und diese mit gutem GefĂŒhl an meine Leser empfehlen kann.

Bannerwerbung findet auf meinem Blog nicht bis wenig statt. DafĂŒr sind die Klickraten einfach mittlerweile viel zu gering und es zerstört meiner Meinung nach auch das schöne Design des Blogs.

Mit der Zeit haben sich auch noch weitere Möglichkeiten durch den Blog ergeben, so ist im FrĂŒhjahr 2017 mein erstes Kochbuch „Koch dich glĂŒcklich durchs ganze Jahr“ erschienen. Des weiteren berate ich kleine Unternehmen im Bereich Social Media.

Bist du durch dein Blog finanziell unabhÀngig(er) und wie lange hat es gedauert, bist du soweit warst? Wie viel verdienst du mit dem Bloggen?

Ja, ich bin mittlerweile durch meinen Blog finanziell unabhĂ€ngiger, wobei ich davor auch finanziell unabhĂ€ngig war. Das ging und geht natĂŒrlich nicht von heute auf morgen. ZunĂ€chst muss natĂŒrlich eine gewisse Reichweite in Form von Seitenaufrufen/Besuchszahlen und Followern da sein. Bei mir ging es nach 1,5 bis 2 Jahren mit den ersten ernsthaften Kooperationsanfragen los.

Fotocredit: Claudia Bellinghausen

Wie viel Arbeit muss ein AnfÀnger ins Bloggen investieren, um dadurch finanziell unabhÀngig zu werden?

Das kann man pauschal nicht beantworten. Denn es gibt sicherlich Personen, die jede Menge Arbeit und Zeit ins Bloggen investieren und damit nicht finanziell unabhĂ€ngig sind. Es kommt immer darauf an wie jeder Einzelne seine finanzielle UnabhĂ€ngigkeit fĂŒr sich definiert und mit wie viel Einkommen er rechnen muss/möchte.

Was ich aber empfehlen kann, ist, dass es sicherlich nicht möglich ist von Null auf Hundert durchzustarten und ich denke es ist auch nicht der richtige Weg aus den finanziellen Motiven mit dem Bloggen anzufangen. Wenn es sich dann so positiv in die Richtung entwickelt, dann ist das schön. Dann muss jeder fĂŒr sich entscheiden, welchen Weg er geht und wie stark er sich ins Zeug legt.

Welche Fehler hast du beim Aufbau deines Blogs gemacht, aus denen BloganfĂ€nger lernen können? Wie wĂŒrdest du es jetzt anders machen?

Jeder Blog durchlĂ€uft denke ich ganz automatisch eine gewisse Entwicklung und steht nie still. Richtige Fehler fallen mir da allerdings nicht ein. NatĂŒrlich wĂŒrde ich mich heute nicht mehr hinstellen und die Fotos mit meinem Smartphone machen, aber man muss sich da ja auch erstmal ran tasten.

Was gefÀllt dir am besten am Leben eines Bloggers?


Es
macht einfach unglaublich Freude sein eigenes „Ding“ zu machen, mit dem fĂŒr was man eine Leidenschaft hat, viele andere Menschen begeistern zu dĂŒrfen.

Auch die Möglichkeiten die sich mir im Laufe der Zeit geboten haben, an schönen Events teilzunehmen, viele andere tolle Blogger Kollegen kennenlernen zu dĂŒrfen sind einfach großartig. Und hey, ein Verlag kam auf mich zu und machte mir das Angebot mein eigenes Kochbuch zu veröffentlichen. Das war einfach großartig.

Ich bin sehr dankbar fĂŒr das alles.

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