Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Erfolgreiche Blogger: Steven vom Funkloch-Blog

Was war der entscheidende Moment für dich mit dem Bloggen anzufangen? Warum Reisen, Natur und Nachhaltigkeit?

Ich hatte schon immer große Lust die Welt ein bisschen besser zu machen. Als kleines Kind bin ich einmal mit einer Packung Pflaster auf den Hof gegangen und habe Äste und Sträucher verarztet, die beschädigt waren. Natürlich war der Plastiküberfluss nicht sonderlich gut für die Umwelt, aber der gute Wille zählt ja bekanntlich.

Als ich 2012 den Blog Funkloch gestartet habe, ging es mir darum zu inspirieren, neue Mittel und Wege zu finden und über Nachhaltigkeit und Reisen zu informieren.

Ich wollte keinen klassischen Reiseblog, auf dem das Ziel oder der Reisende im Vordergrund stehen – es sollte auch immer einen guten Nutzen haben. Seit dem schreibe ich im Funkloch über Nachhaltigkeit, Naturerlebnisse und das Reisen.

Es gab damals noch keinen Blog, der sich dem Thema nachhaltiges Reisen angenommen hatte. Ich war also nicht nur Newbie, sondern auch alleine auf dem Gebiet unterwegs. Vorbilder gab es natürlich mehr als genug.

Schon damals war ich mit dem WWF in Kontakt, habe die Grünen gewählt, auf der Website vom BUND geschmökert oder die Aktionen von Greenpeace und Sea Shepherd verfolgt.

Die entstehen beinahe von ganz alleine. Auf Reisen treffe ich inspirierende Menschen, die sich für die Umwelt engagieren – und die stelle ich gerne vor. Aber in den letzten Jahren hat sich auch meine Art des Reisens verändert und so wird jede Reise zwangsläufig ein Thema. 😀

Was kennzeichnet für dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Ich denke mit einem guten Blog verhält es sich wie mit einer guten Arbeit eines Journalisten. Ein guter Blog sollte Lust machen, gut recherchiert sein und orthographisch möglichst frei von Fehlern sein. Als Blogger hat man super viele Möglichkeiten. Daher ist es auch spannend tolle Bildergalerien zu veröffentlichen, ein Video hochzuladen oder auf andere Art und Weise zu informieren.

Welche Methoden der Monetarisierung funktionieren in deinem Blog gut?

Mein Blog ist kein Stück monetarisiert. Ich habe den Blog gestartet um Menschen zum Nachdenken anzuregen und einen kleinen Stein ins Rollen zu bringen. Wenn ich heute über meinen Blog Geld verdiene, dann beispieleweise, wenn Verlage oder Zeitungen auf mich aufmerksam werden und ich anfange bezahlte Printtexte zu schreiben.

Anderenfalls gibt es auch Unternehmen, die mich für meine Berichterstattung bezahlten. Dieses Jahr war ich z. B. einen Monat in Brandenburg unterwegs und habe EU-geförderte Projekte vorgestellt.

Bist du durch dein Blog finanziell unabhängig(er) und wie lange hat es gedauert, bist du soweit warst? Wie viel verdienst du mit dem Bloggen? Oder bloggst du aus anderen Gründen als dem finanziellen Erfolg?

Ich blogge über Nachhaltig und Reisen, weil mir unsere Umwelt nicht egal ist. Bis ich die ersten Anfragen von Unternehmen hatte, hat es etwa zwei Jahre gedauert. Mit dem Blog selbst verdiene ich bis heute keinen Cent – aber der Blog ist eine super Visitenkarte und ermöglicht neue Projekte.

Wie viel Arbeit muss ein Anfänger ins Bloggen investieren, um dadurch finanziell unabhängig zu werden? Alternativ: Wie lange dauert es bis zu den ersten 100/1.000/10.000 Lesern/Besuchern pro Tag?

Ach, das ist schwer zu sagen. Mit MainstreamThemen kommt man vielleicht schneller an Besucher, als mit einem sehr speziellen Blog über nachhaltiges Reisen. Die Frage nach der Dauer ist auch abhängig vom wöchentlichen Einsatz. Ich denke ein Vollzeitblogprojekt kann man innerhalb eines Jahres auf 1.000 Besucher am Tag bringen. Aber das kostete viel Zeit und Mühe.


Was gefällt dir am besten am Leben eines Bloggers?

Ich mag es persönlich sehr, dass ich beim Bloggen meine Neugier ausleben kann. Ich lerne ständig neue Menschen in Interviews kennen, habe einen kleinen Einblick in ihre Leben und bekomme als Blogger oft die Möglichkeit tolle Dinge zu erleben.

So habe ich vor zwei Jahren mal ein Almvolunteering in Österreich gemachtwar in der Bretagne mit einem Imker unterwegs oder habe im Regenwald Ugandas ein Gorilla Trekking gemacht. Und meine Bucketlist ist noch lang!

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