Artikel veröffentlicht am: 4. Dezember 2018

Umschuldung: So lösen Sie teure Raten- oder Dispositionskredite ab

Sie haben vor einigen Jahren einen Kredit abgeschlossen und ärgern sich nun über anhaltende teure Zinsen? Sie erhalten stets von Medien, Artikeln und Werbeangeboten die Aussage: „Kreditzinsen so günstig wie nie“? Mit der Umschuldung eines Kredites können auch Sie Geld sparen, wenn Sie noch eine Restschuld abbezahlen müssen. In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen, was man über die Umschuldung wissen muss und wann sie sich lohnt.

 

Die wichtigsten Informationen zur Umschuldung auf einen Blick

Die wichtigsten Fakten Der richtige Weg
Lösen Sie alte, teure Kredite mit einem neuen und günstigeren Kredit ab Berechnen Sie Ihre Restschuld
Dispositionskredite, Ratenkredite oder Baudarlehen lassen sich umschulden Beachten Sie die Vorfälligkeitsentschädigung
Sparen Sie Geld beim Umschulden durch niedrigere Zinsen Nutzen Sie Vergleichsportale, um die günstigsten Angebote zu finden
Vereinbaren Sie eine neue Laufzeit Berechnen Sie Ihr Einsparpotential
Erhöhen Sie Ihren finanziellen Spielraum Beantragen Sie den Umschuldungskredit online

Was versteht man unter Umschuldung?

Unter einer Umschuldung versteht man das Ablösen eines alten Kredites durch einen neuen. Sie nehmen also ein neues Darlehen auf und zahlen mit der Darlehenssumme den alten Kredit vorzeitig zurück. Das neue Darlehen wird dann wie gewohnt in Raten abbezahlt.

 

Vorteile durch eine Umschuldung

Der Hauptgrund für die Umschuldung ist natürlich die Kostenersparnis. Kreditnehmer, die einen neue Finanzierung nutzen, lösen damit einen oder in vielen Fällen auch mehrere Kredite ab. Das führt nicht nur zu einer Kostenersparnis, sondern sorgt für eine Konzentration der Verbindlichkeiten auf einen Kredit.

 

Besonders, wenn Darlehen von mehreren Gläubigern zu bedienen sind, führt dies zu einer Entspannung ungeordneter Finanzen. Daher empfehlen auch wir eine vollständige Umschuldung all Ihrer Verbindlichkeiten auf einen neuen, günstigeren Kredit. Durch die Umschuldung ergeben sich folgende Vorteile:

  • Niedrigere Monatsraten durch niedrigere Zinsen
  • Mehrere Kredite zusammenfassen
  • Geordnete Finanzen
  • Größerer finanzieller Spielraum

 

Teure, laufende Kredite: Wie kann eine Umschuldung helfen?

Sie können mit einer Umschuldung Kreditkosten einsparen. Stehen aktuell günstigere Angebote zur Verfügung, können Sie diese nutzen, um laufende Kredite abzulösen. Innerhalb von einigen Jahren können sich große Zinsunterschiede bei den Finanzierungen ergeben.

 

Aufgrund dessen, dass sich die Banken an den Leitzinsen der Zentralbanken orientieren, sind vor allem in Zeiten niedriger Leitzinsen günstige Kredite zu bekommen. Einige Prozentpunkte weniger bei den Kreditzinsen können zu einer erheblichen Einsparung bei Ihnen führen.

 

Eine Umschuldung kann also dann helfen, wenn die Kosten für neue Kreditangebote geringer sind als die Kosten für Ihren laufenden Kredit. Dazu müssen Sie logischerweise Ihre Kredite überprüfen, neue Angebote einholen und die Kosten gegenüberstellen.

 

Längere Laufzeit, niedrigere Monatsraten

Dabei können Sie auch Ihren finanziellen Spielraum mit einer Umschuldung erweitern. Durch eine Umschuldung haben Sie die Möglichkeit, den Kreditrahmen neu festzulegen. Entscheiden Sie sich für eine längere Laufzeit, werden Sie mit einer niedrigeren monatlichen Rate belastet.

 

Dadurch sind Sie in der Lage, mehr Geld für andere Anschaffungen und Aktivitäten auszugeben. Hier müssen Sie jedoch beachten, dass eine längere Laufzeit des Kredites die Gesamtkreditkosten erhöht.

 

Kürzere Laufzeit, geringere Kreditkosten

Auf der anderen Seite ist es natürlich ebenso möglich, bei einer Umschuldung höhere Monatsraten zu vereinbaren. Hat sich beispielsweise Ihre Einkommenssituation verbessert, könnten Sie einen höheren Betrag im Monat für die Tilgung aufwenden.

 

Dadurch verringert sich natürlich die Laufzeit und schlussendlich auch die gesamten Kreditkosten. Sie sparen in diesem Fall also doppelt: durch die Verringerung der Laufzeit und durch die niedrigeren Zinsen.

 

Dank Umschuldung Finanzen ordnen

Sind Sie dabei, mehrere Kredite abzubezahlen, kann es durchaus unübersichtlich werden. Mehrere Kreditraten, die womöglich noch zu unterschiedlichen Daten zu begleichen sind, sind für das menschliche Gehirn schlechter greifbar. Die Umschuldung hilft dabei, Ihre Ausgaben besser im Blick zu behalten.

 

Verbesserung des Schufa-Scores

Dabei können Sie auch unterschiedliche Kreditarten zusammenfassen und insgesamt Ihren Schufa-Score verbessern. Ein einziges Darlehen wirkt sich nicht so negativ aus wie mehrere Kredite.

 

Dadurch haben Sie auch in der Zukunft eine bessere Chance auf weitere Finanzierungen. Sind Sie also auf weitere Kredite angewiesen, ist eine Umschuldung häufig ein guter Weg, diese auch bewilligt zu bekommen.

 

Die Umschuldung hat dabei sogar mehrfach Einfluss. Zum einen können Sie mit einer Umschuldung Kosten einsparen, wodurch Ihre Einnahmen- und Ausgabensituation verbessert wird. Zum anderen ermöglicht die Umschuldung das Zusammenlegen mehrerer Kredite.

 

Dadurch ergibt sich für Sie und somit auch für die Kreditgeber eine neue Situation, in der eine Finanzierung wieder möglich wird.

 

Das könnte zum Beispiel bei einer Autofinanzierung sinnvoll sein. Nutzen Sie eine Ballonfinanzierung bei einem Autokredit, können Sie mit einer Umschuldung sowohl die Schlussrate begleichen, als auch weitere Kredite ablösen. Auch auf diesem Wege schlagen Sie erneut zwei Kostenstellen mit einem Kredit.

 

Umschuldung trotz Schufa bzw. Umschuldung ohne Schufa

Grundsätzlich ist eine Umschuldung trotz negativer Schufa-Einträge machbar. Aufgrund der schlecht bewerteten Bonität sind die Konditionen, die Sie mit negativen Schufa-Einträgen erhalten, logischerweise schlechter als bei einem positiven Schufa-Score. Hier hängt es vom individuellen Fall ab, ob Ihr neuer Kredit günstigere Zinsen aufweist als der alte.

 

Eine Umschuldung ohne Schufa – also mit einem Kredit ohne Schufa – ist in so gut wie keinem Fall empfehlenswert. Kreditgeber, die bei der Vergabe von Darlehen auf die Schufa-Abfrage verzichten, verlangen im Vergleich zu herkömmlichen Ratenkrediten sehr hohe Zinsen.

 

Dies liegt darin begründet, dass das Risiko für die Gläubiger einfach höher ist. Eine sinnvolle Umschuldung lässt sich daher mit einem Kredit ohne Schufa nicht durchführen, weil die Kosten für solch ein Darlehen einfach zu hoch sind.

 

Umschuldung eines Dispositionskredits

Für einen Dispositionskredit fallen bekanntlich sehr hohe Zinsen an. Nutzen Sie den Dispo nur selten und kurzfristig, lässt es sich durchaus damit leben. Bei einer häufigen bzw. langfristigen Nutzung allerdings sind Zinsen zwischen zehn und 15 Prozent nicht unbedingt tragbar.

 

Sind Sie gezwungen, immer wieder den Dispo zu nutzen, sollten Sie in jedem Fall über eine Umschuldung nachdenken. Hier ist das Einsparpotential immens.

 

Gleiches gilt für die Nutzung von Kreditkarten. Auch wenn Sie hier den Kreditrahmen ausnutzen, sind sehr hohe Zinsen fällig. Suchen Sie lieber nach einem günstigen Ratenkredit und nutzen diesen, um Ihre Verbindlichkeiten auszugleichen. Die Entspannung an der Ausgabenseite führt dazu, dass Sie viel Geld sparen und schneller schuldenfrei werden.

 

Ein zusätzlicher Vorteil ist die verbindlich vereinbarte Rückzahlung. Bei einem Dispokredit entscheiden Sie selbst, wann Sie das Darlehen zurückzahlen. Vor allem für Personen mit einer mangelhaften Selbstdisziplin kann dieser psychologische Trick helfen, den Schulden zu entkommen.

 

Umschuldung eines Ratenkredits

Ebenso ist auch bei einem alten Ratenkredit häufig Sparpotential vorhanden. Haben Sie einen langfristigen Ratenkredit aufgenommen, sollten Sie sich in regelmäßigen Abständen die Zeit nehmen, aktuelle Angebote zu überprüfen.

 

Innerhalb einiger Jahre können die Zinsen sich so stark verändern, dass mit einer Umschuldung viel Geld gespart werden kann. Sind die Zinsen seit der Aufnahme Ihres Kredites gesunken, sollten Sie handeln. Wie groß das Sparpotential ist, hängt natürlich von mehreren Faktoren ab:

  • Restschuld
  • Restlaufzeit
  • Zinssatz des laufenden Kredites
  • Zinssatz neuer Kreditangebote
  • Mögliche Vorfälligkeitsentschädigung

 

Die Restschuld, die Laufzeit und der Zinssatz des aktuellen Kredites entscheiden darüber, wie hoch die noch fälligen Kreditkosten sind. Im Vergleich mit dem Zinssatz neuer Kreditangebote können Sie eine mögliche Ersparnis erkennen. Allerdings müssen Sie die Vorfälligkeitsentschädigung bedenken.

 

Achtung: Vorfälligkeitsentschädigung kann zur Kostenfalle werden!

Ist in Ihrem Kreditvertrag eine Vorfälligkeitsentschädigung enthalten, müssen Sie diese in Ihre Rechnung miteinbeziehen. Bei einer Vorfälligkeitsentschädigung handelt es sich um eine Klausel, die dem Kreditgeber bei einer außerplanmäßigen Tilgung der Restschuld eine zusätzliche Gebühr zugesteht.

 

Durch die vorzeitige Tilgung entsteht dem Kreditgeber ein Einnahmeverlust, der durch die Vorfälligkeitsentschädigung teilweise ausgeglichen wird. Diese Klausel ist branchenüblich und daher Bestandteil vieler Kreditverträge.

 

Sie müssen deshalb im Vorfeld prüfen, ob bei Ihrem laufenden Kredit eine derartige Entschädigung fällig wird, wenn Sie den Kredit vorzeitig ablösen. Die Höhe dieser Vorfälligkeitsgebühr ist dabei abhängig von zwei Faktoren:

  • Wann wurde der Kredit aufgenommen?
  • Wie lang ist die Restlaufzeit des Kredits?

 

Besitzen Sie einen allgemeinen Verbraucherdarlehensvertrag, der nach dem 10.06.2010 abgeschlossen wurde, haben Sie vom Gesetz her das Recht, den Kredit jederzeit zu kündigen und vorzeitig zurückzuzahlen.

 

Dabei darf die Vorfälligkeitsentschädigung jedoch nicht höher sein als ein Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrags. Beträgt die Restlaufzeit weniger als ein Jahr, darf die Gebühr bei höchstens 0,5 Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrags liegen. Beschrieben ist dies in § 502 BGB.

 

Diese Grenzen gelten allerdings nicht für Kredite, die vor dem 10.06.2010 abgeschlossen wurden. Haben Sie noch einen solch altes Darlehen abzulösen, sollten Sie den Kreditvertrag daher genau auf die Vorfälligkeitsentschädigung prüfen. Trotz dieser zusätzlichen Kosten besteht selbst bei den alten Kreditverträgen großes Sparpotential, weil die Kreditzinsen deutlich höher lagen.

 

Umschuldung bei der Baufinanzierung

Weiterhin gibt es auch bei der Baufinanzierung die Möglichkeit einer Umschuldung. In der Regel wird der Bau einer Immobilie einem hohen Anteil an Fremdkapital finanziert.

 

Am Ende der vereinbarten Zinsbindungsfrist ist das Kapital meist nicht vollständig zurückgezahlt. Eine Anschlussfinanzierung ist dann nötig und diese kann nach der Sollzinsbindung ebenfalls umgeschuldet werden.

 

Sie müssen in solch einem Fall keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Allerdings kommt eine Gebühr für die Übertragung der Grundschuld an die neue Bank hinzu. Die Gebühr beträgt meist einige hundert Euro und liegt damit deutlich unter dem Sparpotential durch die Umschuldung.

Da in der Regel noch eine hohe Summe zurückzuzahlen ist, kann bei auch bei einem geringen Zinsvorteil des neuen Kredites eine Menge Geld gespart werden. Sie können auf diesem Wege häufig mehrere tausend Euro einsparen.

 

Onlinevergleichsportale: So können sie bei der Umschuldung helfen

Bei der Umschuldung sind Sie nicht an einen Anbieter gebunden. Es ist nicht nötig, den Umschuldungskredit bei der gleichen Bank abzuschließen wie der vorangegangene Kredit. In den meisten Fällen ist dies sogar mitunter schwierig. Am sinnvollsten ist es, sich eine Reihe von Angeboten einzuholen, um von den niedrigsten Kreditzinsen zu profitieren.

 

Eine unverbindliche Kostenanfrage über ein Vergleichsportal kann einem bereits einen guten Überblick verschaffen. In der Regel sind die Konditionen der Kredite von Ihrer Bonität abhängig, so dass eine pauschale Antwort, ob sich eine Umschuldung lohnt, nicht für alle getroffen werden kann. Mit dem Kreditvergleich im Internet können Sie schnell und einfach viele Anbieter miteinander vergleichen.

 

Dabei sollten Sie auch den 2/3-Zinssatz beachten und nicht nur den günstigsten Zinssatz, den die Finanzdienstleister im Repertoire haben. Der günstigste Zinssatz kommt nur den wenigsten Kunden zugute, die über eine hervorragende Bonität verfügen. Viel eher sollten Sie sich am 2/3-Zinssatz orientieren.

 

Diesen Zinssatz erhalten zwei Drittel aller Kunden bei dem Anbieter, wodurch die Aussagekraft deutlich stärker ist. Können Sie mit dem 2/3-Zinssatz Ihren aktuellen Kredit effektiv umschulden, sollten Sie einen intensiven Vergleich über die Vergleichsportale durchführen. Sie können beispielsweise folgende Onlinevergleichsportale nutzen:

  • Smava: intensive Beratung per Telefon und Mail. Kreditrechner für die Umschuldung vorhanden
  • Verivox: Kreditvergleich kann auch Angebote von Privatpersonen beinhalten. Filtereinstellungen sorgen für eine bessere Übersicht.
  • Check24: eines der größten Onlinevergleichsportale mit zahlreichen Partnerbanken. Umschuldungsrechner vereinfacht die Berechnung.
  • Finanzcheck.de: Hamburger Unternehmen mit mehr als einer Million Kunden.
  • MAXDA: Kreditspezialist auch für Kredite ohne Schufa.
  • Und viele weitere Anbieter

 

Welche Vergleichsportale Sie nutzen, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Wir empfehlen jedoch, die Ergebnisse der Portale ebenfalls noch einmal miteinander zu vergleichen. Da nicht jedes Portal mit allen Anbietern zusammenarbeitet, können Sie so ein größeres Anbieterfeld abdecken. Dieser Mehraufwand lohnt sich, wenn Sie am Ende mit dem für Sie günstigsten Kredit umschulden können.

 

Kredit umschulden: Schritt für Schritt

Bevor Sie einen neuen Kredit abschließen, müssen Sie die bereits erwähnten Punkte berücksichtigen. Alles in allem ist die Umschuldung jedoch nicht sonderlich kompliziert. Häufig übernehmen die Anbieter auch die Ablösung der alten Kredite für Sie.

 

Zu Beginn sollten Sie jedoch prüfen, ob Sie eine Kündigungsfrist in Ihrem alten Darlehensvertrag haben. Diese kann bei alten Verträgen drei Monate betragen. Bei neuen Krediten hingegen haben Sie keine Kündigungsfrist. Die eigentliche Umschuldung läuft dann wie folgt ab:

 

Schritt 1: Restschuld ermitteln

Im ersten Schritt sollten Sie die Restschuld ermitteln, die Sie noch für Ihren alten Kredit oder für mehrere Kredite aufbringen müssen. Hierin müssen Sie auch die Vorfälligkeitsentschädigung berücksichtigen. Werden Sie aus Ihrem Kreditvertrag nicht schlau, können Sie auch Ihren Kreditgeber fragen, wie hoch die Kosten für die vorzeitige Rückzahlung sind.

 

Schritt 2: Laufzeit festlegen

Nachdem Sie die Gesamtsumme, die Sie umschulden möchten, berechnet haben, sollten Sie einen neuen Einnahmen- und Ausgabenplan erstellen. Über diesen Plan erhalten Sie eine Übersicht, welche monatliche Rate Sie sich leisten können. Achten Sie auf einen Sicherheitspuffer, aber wählen Sie eine möglichst hohe monatliche Rate. So können Sie die Laufzeit des neuen Kredites kürzer halten und zusätzlich Geld sparen.

 

Schritt 3: Angebote vergleichen und Ersparnis berechnen

Mit den Daten aus den vorherigen Berechnungen vergleichen Sie nun auf mehreren Kreditportalen die Angebote. Beim Vergleich können Sie die Umschuldung als Verwendungszweck angeben und erhalten somit passendere Angebote.

 

Suchen Sie sich die günstigsten Anbieter heraus und stellen Sie unverbindliche Konditionsanfragen. Mit den individuellen Angeboten, die Sie erhalten, können Sie die Ersparnis ausrechnen, die die Umschuldung mit sich bringt. Entscheiden Sie sich nun für ein Angebot und leiten Sie die Umschuldung in die Wege.

 

Schritt 4: Umschuldungskredit beantragen

Im letzten Schritt müssen Sie den Umschuldungskredit nur noch beantragen. Dabei können Sie bei vielen Partnern der Vergleichsportale einen Großteil des Ablaufs online erledigen. Sie müssen häufig nur den Kreditvertrag unterschrieben zurücksenden und sich per PostIdent-Verfahren identifizieren. Eine elektronische Signatur und das VideoIdent-Verfahren verlagert hierbei den gesamten Ablauf aber auch in die digitale Welt.

 

Nach der positiven Prüfung Ihrer Unterlagen erhalten Sie Ihre Kreditsumme ausgezahlt. Mit diesem Geld können Sie nun die Rückzahlung der alten Kredite bewerkstelligen und zahlen den neuen Kredit mit niedrigeren Kosten über die neue Laufzeit zurück. Wenn die neue Bank die alten Kredite tilgen soll, müssen Sie sie zusätzlich mit einer Ablösevollmacht ausstatten.

 

Umschuldung – Wann ergibt eine Umschuldung Sinn?

Eine Umschuldung ist immer dann sinnvoll, wenn die Kreditzinsen in der letzten Zeit gesunken sind. Haben Sie einen Kredit zu einem höheren Zinssatz aufgenommen, als ihnen von aktuellen Angeboten offeriert werden, können Sie mit einer Umschuldung Geld sparen.

 

Einen neuen Kredit aufzunehmen und alte abzulösen, lohnt sich besonders dann, wenn das allgemeine Kreditzinsniveau stark gesunken ist. Momentan liegen die Zinsen auf einem derart niedrigen Niveau, dass Sie in vielen Fällen von einer Umschuldung profitieren können.

 

Aber Sie sollten auch dann eine Umschuldung in Betracht ziehen, wenn Ihre Bonität sich verbessert hat. Dadurch erhalten Sie bessere Angebote der Banken und können Kredite ablösen, die Sie zu einer Zeit abgeschlossen haben, in denen Ihre individuellen Konditionen schlechter ausfielen.

 

Eine Umschuldung ergibt in der Regel aber nur dann Sinn, wenn Ihre Restschuld bei mehr als 1.000 Euro liegt und/oder die Restlaufzeit Ihres laufenden Kredites mehr als 12 Monate beträgt. Die meisten Banken haben nämlich Mindestlaufzeiten und bieten Kreditsummen erst ab 1.000 Euro und mehr an. Je höher die Restschuld und die Laufzeit sind, desto höher ist auch das Einsparpotential, das Sie mit einer Umschuldung haben.

 

Kredite umschulden und Geld sparen

Die Umschuldung von Krediten kann sich also vor allem in solchen Niedrigzinsphasen wie der aktuellen besonders lohnen. Durch die günstigen Zinsen werden auch etwaige Kosten wie die Vorfälligkeitsentschädigung aufgefangen. Die Höhe des Einsparpotentials ist dabei von der Restschuld und der Laufzeit sowie von den Zinssätzen abhängig.

 

Eine Umschuldung kann sich aber in vielen Fällen lohnen – bei der stetigen Verwendung des Dispos sowieso, aber auch bei herkömmlichen Ratenkrediten und bei Baufinanzierungen. Gleichzeitig können Sie Ihre Übersicht verbessern, wenn Sie mehrere Kredite zu einem zusammenfassen.

 

Nutzen Sie dabei die Angebote der Vergleichsportale, um sich das günstigste Angebot zu sichern. So können Sie in vielen Fällen Kredite umschulden und bares Geld sparen.

 

FAQ: Umschuldung – die wichtigsten Fragen schnell beantwortet

Was kostet eine Umschuldung?

Bei einer Umschuldung fallen für die vorzeitige Auflösung des Kredites Gebühren an. Diese sind unter dem Namen Vorfälligkeitsentschädigung bekannt. Je nach verbleibender Restlaufzeit und vertraglicher Vereinbarung fällt diese Entschädigung unterschiedlich hoch aus. Es gibt aber auch Kreditverträge, bei denen für eine Umschuldung keine Kosten anfallen.

 

Wieso dürfen Banken eine Vorfälligkeitsentschädigung in Rechnung stellen?

Im Kreditvertrag werden die Kosten und Gebühren für das Fremdkapital festgelegt. Dieser Vertrag hat eine bestimmte Laufzeit und bietet der Bank eine bestimmte Summe an Einnahmen. Durch eine vorzeitige Auflösung des Vertrages entgehen der Bank Einnahmen. Dieser Umstand wird durch die Vorfälligkeitsentschädigung abgemildert.

 

Kann die Umschuldung auch über eine andere Bank ablaufen?

Bei einer Umschuldung können Sie die Bank frei wählen. In den meisten Fällen ist sogar der Wechsel des Kreditgebers sinnvoll, da die Bank wahrscheinlich ungern selbst ihre Einnahmen schmälert. Bei einem Bankenwechsel können Sie somit voraussichtlich mehr sparen.

 

Was passiert mit der Restschuldversicherung, wenn ich meinen Kredit umschulde?

Sie können die Restschuldversicherung nicht auf den neuen Kredit übertragen und müssen den Versicherungsvertrag daher auflösen. In der Regel ist es problemlos möglich, die Restschuldversicherung ebenfalls zu kündigen. Sie erhalten die gezahlte Versicherungsprämie anteilig zurück.

 

Wie lange dauert die Umschuldung?

Der Vergleich der Angebote und die Berechnung der Ersparnis sind schnell erledigt. Wenn Sie bereits alle Unterlagen beisammenhaben, die für einen Kredit notwendig sind, lässt sich die Umschuldung in wenigen Tagen abwickeln.

 

Welche Voraussetzung muss ich für eine Umschuldung erfüllen?

Das unterscheidet sich nicht von einem herkömmlichen Ratenkredit. Um einen Umschuldungskredit zu erhalten, wird eine Bonitätsprüfung bei der Schufa durchgeführt und Sie müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen volljährig sein.
  • Ihr Wohnsitz muss sich in Deutschland befinden.
  • Sie müssen über ein Konto bei einer deutschen Bank verfügen.
  • Sie müssen über ein regelmäßiges und festes Einkommen verfügen.
  • Sie müssen eine ausreichende Bonität aufweisen.

 

Ist eine Umschuldung ohne Schufa möglich?

Bei einem deutschen Kreditinstitut erhalten Sie kein Darlehen ohne Schufa-Abfrage. Nutzen Sie einen Kredit ohne Schufa aus dem Ausland, sind die Zinsen jedoch deutlich teurer als bei einem herkömmlichen Ratenkredit. Eine Umschuldung ohne Schufa ist daher nicht zu empfehlen, da die Kreditkosten zu hoch sind.