Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Finanziell frei, ganz nebenbei – Mit diesen 6 Aufgaben kein Problem

Finanziell frei, ganz nebenbei – Mit diesen 6 Aufgaben kein Problem

Die nebenberufliche Selbständigkeit (neudeutsch auch: „Sidepreneur“) kann eine große Herausforderung darstellen. Realisiert habe ich das erst, als ca. 95% der Versuche um mich herum scheiterten und auch ich meine liebe Mühe hatte, irgendetwas erfolgreich auf die Beine zu stellen.

Das hat sich bei mir mittlerweile geändert. Ich bin jetzt finanziell frei. Da es bei mir mittlerweile jahrelang funktioniert und ich damit Tag für Tag mehr Freiheit gewinne, wird mir inzwischen ein gewisser Expertenstatus in diesem Bereich nachgesagt und ich werde oft zu Tipps und meinen Geheimnissen befragt.

Ich bin aber weder sonderlich talentiert, noch habe ich andere Vorteile. Ich habe lediglich instinktiv von Beginn an viele Dinge richtig gemacht, die andere Leute oft falsch machen. Eigentlich purer Zufall und aufgefallen ist es mir erst, als ich anfing, andere Menschen dabei zu unterstützen, eine nebenberufliche Selbstständigkeit aufzubauen.

Aber fangen wir mit der hauptsächlichen Ursache für die Selbstständigkeit an.

Finanzielle Freiheit – der Bremsklotz für Angestellte

Finanzielle Freiheit. Zwei große Wörter, die überall im Internet kursieren. Oft zusammen mit Hängematten, Sandstrand und Meer. Vielen Menschen wird dadurch ein absolut falsches Bild suggeriert, dass sehr schnell zu übertrieben erscheint, um es jemals zu erreichen, aber für ebenso viele Menschen ist es die Hauptmotivation zu Beginn der nebenberuflichen Selbstständigkeit.

Ein Vorhaben, das in den meisten Fällen direkt zum Scheitern verurteilt ist. Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber meine Erfahrung spricht andere Worte. In meinen Augen ein absoluter Traumfänger!

Die finanzielle Freiheit und das Leben in der Hängematte sind allenfalls die Endstufe und für viele dauerhaft gar nicht erstrebenswert. Für mich z. B. keinesfalls. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich bis an mein Lebensende immer irgendetwas tun und arbeiten werde. Denn ohne Ziele im Leben zu haben, wäre ich wie ein Schiff ohne Ruder.

Welche Ziele hat man denn noch, während man tagein tagaus faul in einer Hängematte liegt?

Der erste Schritt ist also nicht die Hängematte am Strand, sondern die finanzielle Absicherung und die ist bei jedem unterschiedlich schnell erreichbar. Als erste Maßnahme sollte sich jeder zuerst darüber klarwerden, was es nüchtern betrachtet braucht, um nicht mehr fremdbestimmt arbeiten zu müssen.

Vielleicht sind es 1.000 Euro, wenn du jung und Single bist? Vielleicht 2.000 oder 3.000 € mit Familie. Ein durchaus erreichbares Ziel.

Aufgabe 1:

  • Finde heraus, wie viel Geld wirklich nötig ist, um alle laufenden Kosten zu decken.

Kleine Ziele, große Ziele

Und hier liegt gleich das erste „Geheimnis“ und der erste Schritt zur erfolgreichen nebenberuflichen Selbstständigkeit. Große Ziele sind bewundernswert, aber sie hindern in den meisten Fällen daran, den ersten Schritt zu unternehmen.

Wer sich anfangs nicht vorstellen kann, 3.000 Euro im Monat nebenher zu verdienen, der versucht es erstmal mit 300 € oder weniger. Setze ein realistisches Ziel – anfangs eben so tief, dass es leicht zu erreichen scheint.

Auch Ziele setzen will gelernt sein und es funktioniert oft nicht auf Anhieb. Es gibt dazu unzählige Ressourcen im Internet, die du selbst finden kannst. Ich werde dir daher hier nur beschreiben, was bei mir funktioniert hat und auch immer noch funktioniert. ich nutze weder regelmäßig eine SMART-Formel, noch Projektpläne etc.

Ich habe lediglich 5 Ziele in jedem Jahr, die ich erreichen möchte. Einige davon sind klein, einige etwas größer, aber ich achte darauf, dass sie realistisch irgendwie erreichbar sein müssen.

Diese 5 Ziele sind jeden Tag in meinem Kopf, da ich es mir zur Routine gemacht habe, sie morgens aufzuschreiben. Du wirst dir vielleicht denken, „nicht schon wieder so eine Eso-Taktik“.

Ich weiß nicht, ob es eine ist und wie ich genau dazu gekommen bin, ich weiß aber, dass ich mit dieser Strategie meine Ziele immer erreicht habe und dies vermutlich auch in Zukunft schaffe. Probiere es aus.

Aufgabe 2:

  • Bestimme 5 Ziele für die nächsten 12 Monate und präge sie dir ein. Schreibe sie zum Beispiel jeden Morgen auf ein neues Blatt Papier. Hauptsache ist, sich die Ziele immer wieder vor die eigenen Augen zu führen!

Die Ausreden der 95%

Wenn ich Leuten helfe und an diesem Punkt angekommen bin, fangen in der Regel die Ausreden an:

  • Ich habe Stress
  • Keine Zeit
  • Ich muss Blumen gießen
  • Da läuft doch heute diese Serie

Mittlerweile kann ich über jede Ausrede, egal wie ausgefallen sie auch sein mag, nur müde lächeln. Denn es ändert selten was an der Tatsache, dass es Ausreden sind. Es scheint mir eine neue deutsche Tugend zu sein, einfach immer irgendwie beschäftigt zu sein und sich so um nichts anderes kümmern zu müssen. Das ist ja auch der einfachste Weg.

Eine Woche besteht aus 168 Stunden. Abzüglich einer regulären Arbeitszeit von 8 Stunden täglich und den 8 Stunden Schlaf, bleiben ganze 72 Stunden in der Woche zu unserer freien Verfügung.

Wer hier noch 32 Stunden für alltägliche Dinge, Fahrten zur Arbeit, Überstunden, Kochen, Fitness Studio etc. abzieht, hat immer noch die gleiche Zeit zur Verfügung, die ein normaler Angestellter in der Woche für ein Unternehmen regulär arbeitet – ca. 40 Stunden.

 

Es braucht allerdings lediglich 1 Stunde pro Tag, um ganz nebenbei finanziell frei zu werden. Wer möchte, der kann also noch knapp 30 Stunden in der Woche Playstation spielen. Und dennoch reicht die Zeit, um selbst finanziell unabhängig zu werden, bzw. sich wenigstens finanziell abzusichern.

Die 7 Wochenstunden lassen sich natürlich auch nutzen, um auf kreative Ausreden zu kommen. Die Entscheidung liegt bei dir…

Aufgabe 3:

  • Streiche Ausreden aus deinem Wortschatz.

Sei anders und setze Prioritäten!

Wer wirklich mehr erreichen will, als 95 % seiner Mitmenschen, der kommt nicht umhin etwas „anders“ zu sein. Wer zum Beispiel nebenher erfolgreich selbstständig sein will, der muss lernen „nein“ zu sagen. Eine erfolgreiche Selbständigkeit muss schon zu Beginn eine gewisse Priorität erhalten.

Nur so lässt sie sich ernsthaft angehen.Wer hier schon anfangs schludert, der wird es später erst recht nicht schaffen. Woraus ich das ableite? Jahrelange Erfahrung und Beobachtung. Es gibt 2 Hauptprobleme bei der nebenberuflichen Selbstständigkeit:

Das erste ist das recht offensichtliche Problem, dass jeder hat

Jeder sucht nach einer Möglichkeit Geld zu verdienen. Und zwar so viel, dass es zum Leben reicht. Eine „Money Machine“ zu finden ist kein großes Problem. Da gibt es genügend Möglichkeiten und das ist auch nicht Thema dieses Artikels.

Aber es wird eine gute Portion Durchhaltevermögen kosten und noch viel mehr. Jeder scheitert bei seinen ersten „Gehversuchen“, vermutlich nicht nur einmal. Meine ersten Versuche habe ich 2011 gestartet, geschafft habe ich es erst 4 Jahre später.

Das zweite Problem ist versteckt und es ist richtig fies


Wenn
das Nebeneinkommen steigt, steigt auch in der Regel dein Arbeitsvolumen und der Wert deiner regulären Arbeit sinkt im Gegensatz dazu. Stell dir eine Waage vor. Auf der einen Seite wiegt das Einkommen deines Arbeitgebers (Arbeitgeberschale), auf der anderen Seite dein Nebeneinkommen (Nebeneinkommenschale).

Das Verhältnis ist lange Zeit recht eindeutig, aber bald kommt der Zeitpunkt, an dem sich die Arbeitgeberschale hebt und die Nebeneinkommenschale senkt.

 

 

Niemand ahnt es am Anfang, aber diese Situation stellt psychisch eine große Herausforderung dar. Denn sobald das Nebeneinkommen größer ist, als das „ehemalige“ Arbeitgeber-Haupteinkommen stellt sich die Frage, welcher Waagschale jetzt eine höhere Priorität hat.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: nur so wirst du weiter glücklich und vor allem gesund bleiben, sofern du in deinem Job bleiben willst. Das mag für die meisten jetzt noch kein Thema sein, aber erinnere dich daran, wenn es soweit ist.

Aufgabe 4:

  • Sage regelmäßig „nein“.

Mit Routine zum Erfolg

Ich bin ein großer Fan von Gewohnheiten und vielleicht war das auch der Schlüssel zu meinem nebenberuflichen Erfolg. Ich habe in meine Tagesabläufe von Montag bis Freitag eine Routine eingebaut, die es mir erst ermöglicht hat, meine nebenberufliche Selbstständigkeit richtig auszuüben.

Es mag langweilig klingen, ist aber in meinen Augen das Mittel schlechthin, um produktiv zu arbeiten. Eine Stunde am Tag kann vollkommen ausreichen, um annehmbare Erfolge zu erzielen. Mache aus dieser Stunde eine Routine.

Ich persönlich bevorzuge 2 Arbeitsabschnitte am Tag. Morgens vor der Arbeit und in den Abendstunden vor dem Schlafengehen, denn dort bin ich am produktivsten. Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber etwas, dass du sehr schnell herausfinden wirst.

Kleiner Tipp: Um gut schlafen zu können, schalte ich alle Screens (Notebook, Handy etc.) allerspätestens 1 Stunde bevor ich schlafen gehe aus und lese.

Aufgabe 5:

  • Arbeite 1 Stunde pro Tag an deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit und finde heraus, wann du am kreativsten und produktivsten bist. Mache eine Routine daraus.

1 Stunde, die dein Leben verändert

Das Ziel: du möchtest etwas erreichen. Du nimmst dir jeden Tag eine Stunde Zeit. Nimm dir in dieser Zeit genau eine Sache vor, die du lernen möchtest und mit dessen Hilfe du dein Ziel möglicherweise erreichen kannst. Beispielsweise der Aufbau eines Blogs, ein Buch schreiben, einen Online-Shop eröffnen, Beratungen oder Coachings durchführen – die Wahl liegt bei dir.

Jetzt eröffnest du ein fortlaufendes Dokument, in dem du alle täglichen Ergebnisse festhalten kannst und welches mit der Zeit immer weiter anwächst. Halte dort Dinge fest, die wichtig für die Zielerreichung sind, es wird deine ganz persönliche „Know-How“-Datenbank.

Beispiele für den Inhalt sind z. B. Internetadressen, Online-Kurse, Investitionsmöglichkeiten etc. Alles was dir hilft, um im ausgewählten Bereich besser zu werden.

Habe auch immer einen Bereich für deine nächsten Aufgaben, damit du jeden Tag genau weißt, was du machen musst. Du darfst dich niemals vor den Rechner/an den Arbeitsplatz setzen und NICHT wissen, was in dieser Stunde passieren soll. Das ist ganz elementar und hilft auch dabei, die Zeit optimal zu nutzen.

Zu Anfang wird das Alles noch ein bisschen holprig sein. Das ist kein Problem und davon brauchst du dich nicht entmutigen lassen. Im Laufe der Zeit spielt sich alles ein.

Falls du nach einiger Zeit merkst, dass ein anderes Thema vielleicht besser geeignet ist, kannst du auch hier jederzeit wechseln. Das bisher gesammelte Wissen lässt sich auch später wieder nutzen. Du kannst kaum was falsch machen, denn jedes Thema wird neu für dich sein und eines ist sicher: Du wirst etwas dazulernen und nur darauf kommt es an.

Aufgabe 6:

  • Suche dir ein Thema aus, welches du lernen möchtest und was dir bei deiner Zielerreichung helfen kann und fange an zu recherchieren.
  • Erstelle deine „Know-How“-Datenbank, in der du deine Erkenntnisse und Aufgaben immer festhältst.

Mein Aufruf an dich

Die nebenberufliche Selbstständigkeit mag nicht leicht sein, aber sie ist es allemal wert. Du kannst alles schaffen, wenn du bereit bist, dafür Leistung zu zeigen. Der Erfolg hängt letztlich von der richtigen Zielsetzung, Routine und Durchsetzungskraft ab.

Bist du erfolgreich nebenberuflich selbstständig, ist der Weg zum Unternehmer nicht mehr weit und du hast vermutlich komfortable Mittel zur Verfügung um dich auszuprobieren. Vielleicht bleibst du auch wie ich in diesem Zustand, weil dir dein Job Spaß macht oder du andere Motive hast.

Die Motive und Ziele können ganz unterschiedlich sein. Aber du würdest diesen Artikel nicht lesen, wenn du nicht gerne etwas verändern möchtest.

Ich weiß nur allzu gut selbst, wie schwer der Anfang ist. Um dich ins Handeln zu bringen, stelle dir einfach folgende Frage:

„Was würde passieren, wenn ich es nicht versuche?“

Vermutlich kennst du die Antwort und ich kenne sie auch. Es passiert gar nichts und das ist wesentlich schlimmer als jedes Scheitern…

In diesem Sinne: gib Gas, erreiche was im Leben und lebe für deine persönliche Verbesserung und dir werden alle Türen offenstehen.

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