Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Erfolgreiche Blogger: Nadja von LouMalou

Was war der entscheidende Moment für dich mit dem Bloggen anzufangen?

Vor etwa drei Jahren kam ein internationaler Brand auf mich zu. Wir entschlossen zusammenzuarbeiten. Und da ich gerne schreibe, fotografiere und koche, entstand die Idee eines Blogs. Sie haben mich beim Aufbau sehr unterstützt, die Inhalte konnte ich dennoch ganz selbst gestalten. Das war der Startschuss. heute bin ich unabhängig, aber sehr dankbar über diese Starthilfe.

Auch wenn inhaltlich und thematisch was völlig anderes, finde ich thebloggess.com ganz toll. Sie schreibt einfach herrlich.

Wie kommst du immer wieder auf neue Themen für deinen Blog?

Meine Themen sind vorallem Alltagsgerichte und mit zwei Kindern komme ich um dieses Thema ohnehin nicht drumherum. Ich möchte abwechslungsreich, gesund aber auch möglichst normal essen.

Und ich versuche mir das Leben dabei möglichst einfach zu gestalten. Mir kein Bein auszureissen. Und da dies mein Hauptinhalt auf dem Blog ist, gehen mir die Themen wohl auch nie aus.

Was kennzeichnet für dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Erfolgreich ist ein Blog, der eine grosse Reichweite hat. Gut ist ein Blog, aus meiner Sicht, wenn ich erkenne, dass da viel Herzblut drin steckt. Mich sprechen Blogs an, die ästethisch sind, die also optisch was her machen und die natürlich inhaltlich auf hohem Niveau sind. Und ich mag Texte mit feinem Humor.

Ich arbeite mittlerweile mit einigen langjährigen Werbepartnern zusammen. Daraus entstehen einzelne gesponserte Posts, die ich auch klar als solche kennzeichne. Wichtig bei einer Zusammenarbeit ist mir, dass das Produkt oder der Brand zu mir und meiner Philosophie, meiner Haltung und meinem Blog passt.

Ich sage über die Hälfte der Anfragen ab, da mir Authentizität unheimlich wichtig ist, da der Brand und das Produkt bei einer Zusammenarbeit eng mit mir verbunden werden. Ich muss die Dinge, über die ich schreibe, selbst also gut finden, sonst klappt das bei mir nicht.

Lohnt sich das Bloggen für dich?

Ja. Mein Blog ist meine digitale Visitenkarte. Hier sehen künftige Kooperationspartner was ich tue, und wie ich es tue. Durch meinen Blog generiere ich auch Aufträge. also Jobs, welche nicht zwangsläufig auf meinem Blog umgesetzt werden.

Ich schreibe Kolumnen oder entwickle Rezepte, die nicht auf meiner Plattform realisiert werden. Vom Blog und allem was er mit sich bringt, kann ich sehr gut leben. Es ist ein 100%-Job, den ich aber flexibel gestalten kann. ich arbeite allerdings sehr professionell und bin äusserst zuverlässig. Anders würde das nicht funktionieren.

Wie viel Arbeit muss ein Anfänger ins Bloggen investieren?

Es kommt sehr darauf an, wo man mit dem Blog hin will. Bloggen ist sicherlich nicht der richtige Weg um schnell reich zu werden. Ein Blog muss sich entwickeln. Man muss viel Zeit und Herzblut da hineinstecken. niemand kann einem sagen, ob man mit seinem Blog erfolgreich werden wird. Die Konkurrenz ist einfach zu gross.

Was würdest du heute anders machen?

Ich habe anfangs den richtigen Keywords oder der ganzen SEO-Geschichte zu wenig Beachtung geschenkt. Das ist heute anders. Allerdings könnte ich da auch noch etwas mehr Energie rein stecken.

Was gefällt dir am besten am Leben eines Bloggers?

Ich kann im Grunde tun und lassen was ich will. Ich könnte im Pyjama arbeiten. Ich kann meine Zeit flexibel einteilen, mal auf Abende oder Wochenenden ausweichen. Ich kann meine Ideen und Gedanken in die Welt hinaus streuen und freue mich über jedes einzelne Feedback wie ein kleines Kind.

Es ist schön zu sehen, dass das draussen was ankommt, dass ich manchen Leuten ein Lächeln aufs Gesicht zaubern oder ihnen helfen kann – und sei es nur, weil ich ihnen gerade ein einfaches Rezept für den nächsten Tag lieferte.

Manchmal denke ich zwar DASS ICH DOCH GAR KEINEN RICHTIGEN JOB HABE, nur weil sich das Bloggen in meinem Kopf noch nicht als anerkannter Beruf festgesetzt hat. Aber dann führe ich mir die eben erwähnten Punkte wieder vor Augen und freue mich darüber, dass ich die Möglichkeit habe, DAS zu machen, was ich mag. Und erst noch hauptberuflich.

Haben wir eine oder mehrere wichtige Fragen vergessen? Dann stell sie dir gerne selbst. Hier ist der Raum dafür.

WIE AUFWÄNDIG IST EIN BLOGPOST? – Bevor ich ein Rezept poste, muss ich mir erstmal eins überlegen oder entwickeln. Dann gehe ich die Zutaten einkaufen. Dann wird gekocht, experimentiert, manchmal auch mehrmals, und gleichzeitig schreibe ich die einzelnen Arbeitsschritte auf.

Anschliessend suche ich passende Props, style das Set, prüfe das Licht, mache Testfotos und stelle ganz am Schluss das Essen hin. ab und zu integriere ich mich selbst, mit Hilfe des Selbstauslösers, auf den Fotos, das dauert dann etwas länger.

Wenn die Fotos im Kasten sind, muss ich alles wieder aufräumen, das ist der unangenehme Teil, denn ich veranstalte ein ziemliches Chaos.

Im Anschluss werden die Fotos sortiert, ausgesucht und bearbeitet. Dann folgt der Text dazu. Und ganz am Ende veröffentliche ich mein kleines Werk und teile es auf meinen social media-Kanälen.

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