Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Erfolgreiche Blogger: Rike Jütte von Schweden und so

Was war der entscheidende Moment für dich mit dem Bloggen anzufangen? Warum Reise?


Als
klar wurde, dass ich einige Monate in Schweden verbringen würde, habe ich mich entschlossen, meine Erfahrungen dort aufzuschreiben. Für Freunde und Familie und auch für  andere Interessierte. Ich habe schon immer gern geschrieben und hatte Lust online etwas auf die Beine zu stellen.

Auch mit dem Hintergedanken, damit vielleicht in der Zukunft ein bisschen Geld dazuzuverdienen. So entstand Schweden und so.

Gab es einen Blog, der dich inspiriert hat? Hast du Vorbilder?

Anfangs habe ich viele verschiedene Blogs gelesen, mittlerweile hat sich das sehr reduziert. Ich verfolge nur noch eine Handvoll Blogs wirklich regelmäßig. Bei einigen gefällt mir einfach die Schreibe der Autoren oder die Fotos sind besonders toll.

Bei anderen gefällt mir die Art, wie mit Kooperationen umgegangen wird oder das Design der Seite. So habe ich quasi Vorbilder, was bestimmte Bereiche betrifft.

Wie kommst du immer wieder auf neue Themen für deinen Blog?

Die ergeben sich ganz von selbst. ich habe schon früh angefangen eine Themenliste zu führen. Darauf stehen fragen, die ich mir selbst stelle, Fragen die mir Leser stellen, Erfahrungen, die ich mache etc. Und immer mehr Schwedenurlauber und andere Blogger wollen auf der Seite Beiträge veröffentlichen. An Themen hapert es also nicht, eher an der Zeit, diese auch zu bearbeiten.

Was kennzeichnet für dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Das kommt ganz drauf an. Wenn das Ziel eines Blogs der Austausch mit seinen Lesern ist, macht ihn wohl viel Interaktion erfolgreich. Wenn es das Ziel ist, viel Geld zu verdienen, macht wohl ein hoher Umsatz einen Blog erfolgreich. Für mich persönlich ist ein Blog gut, wenn ich ihn gern und regelmäßig lese. Erfolgreich ist er, wenn er den Betreiber seinem Ziel näher bringt.

Welche Methoden der Monetarisierung funktionieren in deinem Blog gut?


Da
probiere ich noch viel aus. Momentan konzentriere ich mich auf Affiliate-Marketing und gesponserte Artikel. Dazu bekomme ich viele Anfragen, aber nur die wenigsten passen zum Blog, weswegen ich damit recht wählerisch bin.

Bist du durch dein Blog finanziell unabhängig(er) und wie lange hat es gedauert, bist du soweit warst? Wie viel verdienst du mit dem Bloggen? Oder bloggst du aus anderen Gründen als dem finanziellen Erfolg?

Der Verdienst mit dem Blog ist momentan eher ein Taschengeld. Da ich hauptberuflich als Physiotherapeutin arbeite, habe ich einfach nicht genug Zeit, um da mehr herauszuholen. Mehr als mit dem Blog selbst verdiene ich mit Schreibaufträgen die quasi durch den Blog entstehen.

Wie viel Arbeit muss ein Anfänger ins Bloggen investieren, um dadurch finanziell unabhängig zu werden? Alternativ: Wie lange dauert es bis zu den ersten 100/1.000/10.000 Lesern/Besuchern pro Tag?

Das kann ich nicht beantworten, da spielen so viele unterschiedliche Faktoren rein. Ganz sicher ist aber, dass das regelmäßige betreiben eines Blogs unglaublich viel Zeit in Anspruch nimmt. Das Schreiben von Texten ist da wirklich nur ein kleiner Bruchteil. Aufbau und Pflege einer Webseite, mehrere Social-Media-Kanäle, Emailbearbeitung etc. schlucken viele Stunden jede Woche.

Im zweiten Schweden und so Jahr hatte ich das erste Mal über 10.000 Seitenaufrufe in einem Monat, im dritten dann über 20.000. Das macht mich stolz, aber ich habe auch viel Arbeit in die Seite gesteckt. Der Verdienst wächst tatsächlich mit der Anzahl der Leser, aber finanziell unabhängig bin ich dadurch noch lange nicht.

Welche Fehler hast du beim Aufbau deines Blogs gemacht, aus denen Bloganfänger lernen können? Wie würdest du es jetzt anders machen?

Ich würde weniger Zeit damit verbringen zu lesen, wie man bloggt, als es wirklich zu tun. Man verliert sich so schnell in der Flut an Informationen, dass man nach einigen Stunden am Rechner bemerkt, dass man eigentlich nur gelesen, aber nichts Wirkliches getan hat.

Auch mit regelmäßigen Blogpausen, bzw. Internet-Auszeiten und dem Vernetzen mit anderen Bloggern hätte ich gern früher angefangen.

Was gefällt dir am besten am Leben eines Bloggers?

Mir gefällt, dass der Blog meine Spielwiese ist. Ich entscheide darüber, wie er aussieht, was der Leser darauf findet und wie viel Zeit ich dafür investiere. Ich kann mich mit Themen beschäftigen, die mich interessieren, meine Erfahrungen aufarbeiten und nebenbei sogar ein bisschen Geld verdienen.

Mein Freund, durch den ich überhaupt erst auf und nach Schweden kam, hat mich mit dem ganzen „Bloggerkram“ von Anfang an unterstützt und der Blog wird mehr und mehr zu einem gemeinsamen Projekt. Auch das gefällt mir am Bloggerleben.

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