Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Aktienstrategien: Sinnvoll oder überflüssig?

An aktiven Anlagestrategien scheiden sich die Geister. Während passive Anleger mit Hilfe von empirischen Daten beweisen möchten, dass der ganze Aufwand langfristig für die Katz’ ist, sind viele aktive Anleger ganz versessen darauf, neue ausgeklügelte Strategien anzuwenden. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.

Auf den ersten Blick wird ein Großteil der Aktienstrategien damit beworben, dass der Anleger schnell viel Geld verdienen kann, weil die Taktik unschlagbar sei. Davon halte ich gar nichts. Solche Sprüche sind nichts weiter als hohle Phrasen von Leuten, die den gierigen Anlegern überteuerte Kurse oder Produkte verkaufen wollen.

Warum spielen in Deutschland Millionen Menschen Lotto? Warum entwickeln sie häufig sogar ganze Tippsysteme? Weil sie darauf hoffen, mit einem Lottogewinn schnell reich zu werden. Und wie viele Leute gewinnen jährlich nennenswerte Summen? Vielleicht 100. In erster Linie gewinnt der Staat, weil er viele Steuern einnimmt.

Das ist bei den Aktienstrategien anders, denn hier verdient nicht der Staat, sondern Buchautoren, Kursanbieter, Anlegermagazine oder vermeintliche Aktien-Gurus, die durch Zufall mal einen Volltreffer gelandet haben. Dennoch gibt es Strategien, die durchaus zu einem langfristigen Erfolg an der Börse führen können. Die gilt es jedoch herauszufiltern.

Vor allem Börsenneulinge sind mit den vielen unterschiedlichen Strategien überfordert. Einige sind auch so komplex, dass die Umsetzung viel Zeit in Anspruch nimmt. Andere sind so einfach wie überflüssig – und kosten häufig auch mehr Geld als sie am Ende Rendite erwirtschaften.

Eine der bekanntesten Börsenregeln lautet „Sell in May and go away. But remember to come back in September.“ Das heißt nichts anderes als während der an der Börse lauen Sommermonate nicht in Aktien investiert zu sein. Nach dem Ende der Sommerferien sollen die Anleger dann zurückkommen, um mit einem heißen Händchen wieder zu investieren.

Dabei lässt sich diese einfache Strategie nicht für alle weltweiten Indizes pauschalisieren. Gerade durch die Dividendenausschüttungen deutscher Unternehmen in Deutschland laufen die Monate Mai und Juni häufig besser als gedacht, während Juli und August eher mau sind.

Außerdem reicht es auch nicht aus, allein anhand einer Börsenweisheit in Aktien zu investieren. Vor allem fundamentale Kennzahlen der Unternehmen sollten auf jeden Fall mit einbezogen werden.

Und mit der Weisheit „Hin und her macht Taschen leer“ lässt sich die Mai-Strategie auch kontern, denn die jährlichen Käufe und Verkäufe kosten eine Menge Geld und somit auch Rendite. Da lässt sich beispielsweise in einschlägigen Anleger-Magazinen immer wieder beobachten, die Strategien wie die Börsenampel fahren und in den Markt ein- oder im Sommer aussteigen.

Die Erträge sind meistens mickrig, weil die Gebühren die Gewinne häufig auffressen.

Im Folgenden möchte ich auf einige komplett unterschiedliche Strategien eingehen, die einen Einblick in die Möglichkeiten geben können, wie sich mit Aktienstrategien langfristig ein Vermögen aufbauen lässt.

Die Palette reicht dabei von der Value-Strategie nach Warren Buffett über die erfolgreiche und immer beliebter werdende Levermann-Methode bis hin zur langfristigen Buy- und Hold-Anlage mit dividendenstarken Aktien. Aber auch diskussionswürdige Strategien wie die Magic Formula und die Trendfolgestrategie stelle ich vor.

  1. Levermann-Strategie
  2. Momentumstrategie oder Trendfolgestrategie
  3. Dividendenstrategie
  4. Magic Formula/Börsenzauberformel
  5. Value-Strategie

Die Levermann-Strategie

Sie war die erste Strategie mit der ich mich eingehender beschäftigte. Susan Levermann war jahrelang Fondsmanagerin eines erfolgreichen, preisgekrönten DWS-Aktienfonds. Sie entwickelte eine spezielle Methode zur Bewertung von Aktien, die sich mit etwas Verzögerung als voller Erfolg entpuppte.

Am Tag der Preisverleihung für ihren Fonds entschied sie sich, der Branche den Rücken zu kehren. Sie schrieb im Anschluss das Buch „Der entspannte Weg zum Reichtum“, das sich zu einem absoluten Bestseller entwickelte. Das Besondere: Es ist in drei komplett unterschiedliche Teile gegliedert.

Im ersten Teil geht Susan Levermann anschaulich auf betriebswirtschaftliche Grundbildung ein, während sie im zweiten Teil ihre Strategie ausführlich vorstellt und auch abgewandelte Methoden eingeht. Der dritte Teil ist dann mit den Themen Ethik und Moral etwas außen vor, aber es waren die ausschlaggebenden Punkte, warum Levermann nicht mehr im Bankwesen arbeiten wollte.

Mittlerweile legen viele Menschen nach der Levermann-Methode erfolgreich an. Dafür nimmt der Anleger 13 Kennzahlen eines Unternehmens und verteilt Plus- und Minuspunkte, beispielsweise für das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder die Eigenkapitalrendite.

Erreicht das Unternehmen mehr als 4 Punkte (bei Unternehmen mit einer geringeren Markkapitalisierung liegt die Schwelle bei 7 Punkten), ist das Unternehmen kaufenswert. Alle zwei Wochen sollten die Kennzahlen geprüft werden. Fällt die Punktzahl bei einem Unternehmen wieder unter die Schwelle, werden die Aktien verkauft.

Das Prinzip ist einfach und mittlerweile gibt es auch einige Webseiten, die die aktuellen Kennzahlen verschiedener Indizes anzeigen – teilweise sogar kostenlos wie der Aktienguide.

Um zu zeigen, dass diese Aktienstrategie sehr erfolgreich umsetzbar ist, habe ich zwei Beispiele rausgesucht. Petra Wolff hat vor anderthalb Jahren ihr Levermann-Experiment begonnen. Sie startete 2015 mit 10.000 Euro und hat mittlerweile über 17.000 Euro erhalten. Das macht eine Performance von über 50 Prozent.

Auf ihrem Blog schreibt sie regelmäßig über ihre Erfahrungen und Performance. Darüber hinaus hat sie ebenfalls ein Levermann-Tool auf Excel-Basis für die Kennzahlen entwickelt.

Ein anderes Beispiel ist der Trader Leise, der 2012 mit seinem Levermann-Wikifolio startete. Mittlerweile sind dort Anlegergelder in Höhe von 32 Millionen Euro enthalten und es steht eine Rendite von über 300 Prozent zu Buche. In nur fünf Jahren! Natürlich lassen sich diese Beispiele nicht verallgemeinern, denn es gibt auch einige negative Beispiele bei Wikifolio. Dennoch zeigen diese beiden Beispiele, wie erfolgreich die Levermann-Strategie sein kann.

Vorteile

  • einfach umsetzbare Strategie für deutsche Aktienwerte
  • lässt sich für persönliche Vorlieben abwandeln (Levermann light beispielsweise)
  • Käufe und Verkäufe erfolgen aus nachvollziehbaren Gründen und einem festen System

Nachteile

  • bei weltweiten Aktienwerten schwerer umsetzbar wegen älterer oder fehlender Kennzahlen

 

 

Die Momentum- oder Trendfolgestrategie

Jedes Jahr gibt es zum Jahresstart in den einschlägigen Magazinen immer die gleichen Themen. Das Beliebteste: Welche Werte liefen am besten und welche am schlechtesten? Wo liegen Trends vor, die weiterlaufen und wo geht es weiter nach unten?

Und wo kann der Anleger noch schnell auf den Gewinner-Zug aufspringen und viel Geld verdienen? Diese Themen sind stets aktuell. Und sie eignen sich damit für vermeintliche Strategien in unterschiedlichen Variationen.

In den sechziger Jahren entwickelte der Amerikaner Robert A. Levy  einen Indikator mit dem er die relative Stärke der Kursentwicklung von Aktien feststellen konnte. Er fand heraus, dass Werte, die im vergangenen halben Jahr stark angestiegen sind, häufig auch in den kommenden sechs Monaten weiter steigen.

Diese Strategie wurde über die Jahrzehnte weiterentwickelt. Daraus entstand mit der Trendfolgestrategie eine Tradingstrategie gemäß dem Motto „The trend is your friend“, die auf der Technischen Analyse aufbaut.

Es bedeutet nichts anderes, als dass sich ein positiver Trend aller Wahrscheinlichkeit nach weiter ausbaut. Gerade Anfängern wird diese Strategie immer als das Nonplusultra verkauft, mit dem jeder schnell loslegen kann. In der Wirklichkeit funktioniert sie aber beileibe nicht immer.

Sucht der Anleger in Suchmaschinen etwas über diese Strategie, fällt die hohe Anzahl an „Zocker-Websites“ auf. Diese werben häufig für CFDs, Hebelprodukte, binäre Optionen oder Ähnliches, mit denen die Anleger viel Geld verlieren können – vor allem Anfänger. Ich persönlich halte rein gar nichts von dieser Zockerei, weil sie leicht ins Auge gehen kann.

Mich persönlich erinnern die Tradingstrategien immer ein wenig an „Malen nach Zahlen“ oder Sportwetten. Gleiches gilt übrigens auch für die Umkehrstrategie, die das Gegenteil der Momentumstrategie ist. Hier investieren die Anleger in Werte, die in den vergangenen Monaten schlecht gelaufen sind – in der Hoffnung, dass sie schnell wieder nach oben gehen.

In vielen Fällen ist das sogar noch riskanter als bei der Momentumstrategie, weil zuerst analysiert werden sollte, warum die Aktien überhaupt gefallen sind. Bei gravierenden Problemen sind starke Verluste vorprogrammiert.

Vorteile

  • In erster Linie Vorteile für die CFD-Anbieter, nicht für die Privatanleger

Nachteile

  • Zockerstrategie für Trader
  • Hohe Verluste möglich

 

 

Die Dividendenstrategie

Ist die Dividendenstrategie eigentlich eine richtige Aktienstrategie? Darüber lässt sich vortrefflich streiten. Wenn ein Anleger versucht, mit Dividenden ein regelmäßiges passives Einkommen zu generieren, geht es nicht um Kursverläufe oder Kennzahlen wie die Eigenkapitalrendite oder das Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Nein, es geht nicht mal um eine hohe Dividendenrendite. Die sagt nämlich nicht aus, ob das Unternehmen die Ausschüttungen aus der Substanz bezahlt. Aber es gibt andere Zahlen, auf die ein Dividendeninvestor achten sollte.

Dazu gehören die Payout-Ratio (wie viel vom Gewinn schüttet das Unternehmen aus), wie oft das Unternehmen die Dividende erhöht hat und ob es in den letzten Jahren eine Dividendensenkung gab.

Häufig gehören Unternehmen mit niedriger Payout-Ratio, regelmäßig steigender Dividende und keiner gesenkten Dividende zu den sehr erfolgreichen Unternehmen am Markt. Christian W. Röhl veröffentlicht auf seiner Dividendenadel-Webseite regelmäßig die besten Dividendenaristokraten aus den unterschiedlichsten Ländern.

Diese Listen lassen sich gut als Maßstab nehmen, um die wichtigsten Anhaltspunkte für wertvolle Dividenden-Aktien zu erhalten. Im Interview für meinen Podcast erzählt Mr. Dividendenadel noch einiges mehr über die Kriterien.

Der größte Vorteil dieser Strategie ist die Motivation durch stetig steigende Dividendeneinnahmen. Mit keiner anderen Strategie lässt sich so einfach eine wachsende Rendite erhalten. Mich persönlich motiviert es ungemein, wenn ich mir die Dividendenerträge der letzten Jahre in meinem Portfolio anschauen.

Innerhalb von drei Jahren haben sich die monatlichen Beträge verdreifacht. Das motiviert natürlich in Zeiten von Mickerzinsen ungemein. Bei der passiven Geldanlage mit ETFs siehst du zwar ebenfalls ein langfristiges Wachstum, aber das schwankt dann auch mehr als die steigenden Dividendenerträge.

Bei der Dividendenstrategie geht es nicht um die Kursverläufe der einzelnen Aktien, sondern in erster Linie um die wachsenden Dividendenerträge.

Selbst im Falle einer Krise wie 2008 zahlen Unternehmen wie Coca Cola, Microsoft oder Walt Disney eine – häufig sogar trotzdem erhöhte – Dividende. Und wenn du planst, zu einem bestimmten Zeitpunkt davon leben zu wollen, kannst du langfristig planen. Das macht beispielsweise Alexander vom Blog Rente mit Dividende.

Sein ganzes Portfolio hat er darauf ausgerichtet, in wenigen Jahren in Rente zu gehen und durch die Dividenden eine deutlich erhöhte Rente zu erhalten, um sich dann nicht einschränken zu müssen. mittlerweile übertrifft diese sogar regelmäßig seine konservative Planung.

Vorteile

  • regelmäßig steigende Erträge
  • langfristig planbares Zusatzeinkommen
  • auch über Dividendenaristokraten-ETFs durchführbar
  • Amerikanische Dividenden-Aristokraten haben über Jahrzehnte ihre Qualität bestätigt

Nachteile

  • Dividendenzahlungen können gekürzt oder gestrichen werden (jüngste deutsche Beispiele VW, Drägerwerk)
  • In Deutschland gibt es mit Fresenius nur einen einzigen Dividendenaristokraten

 

 

Magic Formula/Börsen-Zauberformel

Gibt es wirklich eine magische Formel an der Börse? Wenn es nach Barry Greenblatt geht auf jeden Fall. Er schrieb das Buch „The Little Book that beats the market“ (die deutsche Version heißt „Die Börsen-Zauberformel“) und erläuterte dort, wie er über 30 Prozent Rendite erwirtschaftet hat.

Dafür benötigt der Anleger nur zwei Kennzahlen: die Eigenkapitalrendite und das Kurs-Gewinn-Verhältnis. auf dieser Basis erstellt der Anleger eine Liste von Unternehmen mit der höchsten Eigenkapitalrendite und dem niedrigsten KGV. gekauft werden dann die Aktien mit dem niedrigsten Mittelwert aus beidem.

Nach einem Jahr beginnt das Spiel von Neuem. Der Anleger verkauft die Aktien wieder, erstellt sich eine aktuelle Liste und kauft die Unternehmen mit dem höchsten Mittelwert.

Das klingt jetzt erst einmal sehr einfach. Greenblatt hat sich jedoch in seiner Theorie nur auf den US-Markt bezogen. und sie sorgt nicht für eine durchgehende Outperformance, sondern läuft auch mal schlechter als der Gesamtmarkt. Trotzdem beträgt die durchschnittliche Rendite über einen langen Zeitraum 30,8 Prozent.

In meinen Augen sind die zwei Kennzahlen jedoch zu wenig. Wenn die Levermann-Strategie selbst in der Light-Version noch fünf Werte hat auf die der Anleger achten muss, weiß er, dass etwas fehlt, um ein Unternehmen anständig zu bewerten. Dafür lässt sich diese Strategie auch mit anderen wie beispielsweise der Dividendenstrategie koppeln.

Vorteile

  • einfach zu verstehen
  • lässt sich mit anderen Strategien verknüpfen

Nachteile

  • zu wenige Kennzahlen
  • an die Zahlen kommt der Anleger nicht immer so einfach und kostenlos ran

 

 

Value-Strategie 

Warren Buffet gilt als der erfolgreichste Anleger der Welt. Mit seinem Beteiligungskonglomerat Berkshire Hathaway hat er eins der 20 größten Unternehmen erschaffen. Und das alles basiert auf Basis seiner Aktienstrategie, der Value-Strategie. Dieses wertorientierte Anlegen basiert auf den Erkenntnissen von Benjamin Graham, dem Lehrmeister von Warren Buffet.

Dabei geht es im Kern darum, Wertpapiere nur nach dem inneren Wert zu kaufen. Im Gegensatz zur Momentum-Strategie zielt der Anleger nicht darauf ab, auf das Momentum oder die technische Analyse zu achten, sondern überdurchschnittliche Renditen durch den realwirtschaftlichen Gegenwert des Investments zu erzielen.

Das bedeutet: Die Aktien müssen eine hohe fundamentale Qualität haben und zum Kaufpunkt günstig zu haben sein. ähnlich wie bei der Levermann-Strategie geht es darum, anhand von fundamentalen Kennzahlen den Wert zu bestimmen – nur ohne die Vergabe einer Punktzahl.

Zu den wichtigsten Kennzahlen zählen das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV), das Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) und das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV).

Mit der Value-Strategie wurde Warren Buffett zum drittreichsten Menschen der Welt. Neben der Strategie hat er sich aber auch an bestimmte Grundsätze gehalten, die neben den Kennzahlen zum Erfolg geführt haben. Dazu gehört beispielsweise die Prämisse, nur in Unternehmen zu investieren, die ein für den Käufer verständliches Geschäftsmodell haben.

McDonalds oder Coca Cola sind zwei beliebte Beispiele dafür. Alles, was zu kompliziert ist, ist nichts für Buffet. „Keep things simple“, lautet sein Motto. Sein letztes großes Investment war Anfang 2017 in Apple.  Hier hat Warren Buffett die Vermutung, dass der Wert noch immer unter Wert verkauft wird und künftig stark wächst.

Andere Aktien wie die großen Supermarktketten Tesco und Walmart verkaufte Buffett hingegen mit Verlust. Hier ändert sich zur Zeit das Geschäftsmodell hin zu mehr Online-Bestellungen und durch Aldi und Lidl wird die Konkurrenz in den Märkten größer. Dadurch sinken die Gewinne. Vor Verlusten ist der Value-Anleger also nicht gefeit.

Dennoch: Die Value-Strategie ist einfach zu verstehen und lässt sich ebenfalls mit dividendenstarken Aktien umsetzen. So gewinnt der Anleger dann doppelt – durch den Kursgewinn und die steigenden Dividenden. Beispiel gefällig? Im zweiten Quartal 2017 verdiente Warren Buffett allein 6.731 Euro. Pro Minute wohlgemerkt!  

Vorteile

  • Nachvollziehbare Bewertung von Aktien
  • Langfristig erfolgreich

Nachteile

  • Nicht immer ganz leicht, unentdeckte Value-Werte zu finden
  • Trotz Value sind Verluste möglich – siehe Tesco oder IBM

 

Letztendlich können Aktienstrategien dem Anleger dabei helfen, eigene Auswahlkriterien zu entwickeln und die eigentliche Strategie auf eigene Bedürfnisse und Vorstellungen anzupassen. Strategien lassen sich teilweise auch miteinander verbinden.

Das zeigt beispielsweise Alexander von Reich mit Plan, der die Dividendenstrategie mit der Magic Formula verknüpft hat. Andere verknüpfen die Value-Strategie mit dividendenstarken Werten oder die Momentum-Strategie mit Value-Werten.

Jeder sollte für sich entscheiden, ob er mal eine Aktienstrategie testen möchte, um zu schauen, ob sie für einen persönlich funktioniert. Du darfst Dich nur nicht von schnellen kurzfristigen Gewinnen locken lassen. Hier ist meistens ein Haken dahinter. Von vornherein ablehnen würde ich Aktienstrategien für den langfristigen Vermögensaufbau jedoch nicht.

Wer jedoch keine Lust hat, sich mit Unternehmen und deren Kennzahlen zu beschäftigen, sollte passiv in Exchange Traded Funds (ETFs) investieren. Für diejenigen sind Aktienstrategien tatsächlich nicht sinnvoll. Aber auch mit ihnen lässt sich ein Vermögen aufbauen. Und genau darum geht es am Ende.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.