Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Erfolgreiche Blogger: Fotografieren lernen mit Karsten Kettermann

Welches war der entscheidende Moment für dich mit dem Bloggen anzufangen? Warum Fotografie?

Ich hatte immer schon mal mit dem Gedanken geliebäugelt, zu bloggen. Aber die liebe Zeit … dachte ich lange.

Doch dann habe ich mich irgendwann einfach dazu entschieden und mir fest vorgenommen, einen Blogbeitrag pro Woche zu schreiben. Zu oft wurden über Facebook, per Email, in Telefonaten die immer gleichen Fragen an mich herangetragen. Ich war es leid, immer wieder die gleichen Antworten geben zu müssen. So kann ich jetzt einfach darauf verlinken. 🙂

Und dann hat es plötzlich Spaß gemacht, ohne Zwänge und Vorgaben über Themen berichten zu können, die mich interessierten – und offensichtlich auch viele meiner Leser.

Warum ich über Fotografie schreibe? Ich habe mit 15 angefangen zu fotografieren. Nach 10 Jahren in einem „normalen“ Job habe ich dann Fotografie studiert. Schon im Studium schrieb ich mein erstes Buch über Bildbearbeitung. Jetzt gerade schreibe ich Buch Nummer 10. Es gibt also nichts, über das ich besser bloggen könnte, als Fotografie und Bildbearbeitung.

Gab es einen Blog, der dich inspiriert hat? Hast du Vorbilder?

Nein. Ich mache mein ganz eigenes Ding, versuche möglichst wenig bei anderen zu schauen. Wenn du nur das machst, was andere machen, dann kommst du nur da raus, wo die schon sind.

Wie kommst du immer wieder auf neue Themen für deinen Blog?

Ich weiß einfach, wo der Schuh drückt. 🙂

Ich versende jeden Freitag meinen Newsletter. Direkt nach dem Eintragen in meine Liste frage ich die Newsletter-Empfänger nach ihrem größten fotografischen Problem. Da kommen so unfassbar viele und vielfältige Fragen – ich denke, daran kann ich mich noch zig Jahre abarbeiten. 😉

Außerdem gebe ich viele Live-Workshops und Webinare, in denen ich erlebe, welche Hürden die Teilnehmer zu bewältigen haben. Und da ich gerne helfe, blogge ich halt die Lösungen. Hier geht es zu Karsten Kettermanns Fotografie lernen Blog.

Was kennzeichnet für dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Problemlösekompetenz, Empathie zum Leser, gute Unterhaltung. Mehr braucht es nicht.

Welche Methoden der Monetarisierung funktionieren in deinem Blog gut?

Ich blogge vorrangig, um zu helfen. Meine Leser lieben den Newsletter und die Blogartikel – manch einer schreibt mir sogar, dass er regelrecht auf meinen Newsletter wartet, weil er die Inhalte so klasse findet.

Wenn ich dann mal gelegentlich ein Bezahlangebot, also etwa einen Onlinekurs Fotografie lernen, ein neues Buch oder einen neuen Workshop anbiete, nimmt man mir das nicht übel. Im Gegenteil …

Karsten Kettermann bei seinen Seminaren

Bloggen selbst macht erstmal nur Arbeit. Damit verdiene ich nichts. Ich schalte keine Werbung im Blog. Ich schreibe meine ehrliche Meinung und gehe zu 100% transparent mit Kooperationen um. Die Einnahmen durch das Bloggen an sich halten sich also in Grenzen.

Was ich aber durch das Bloggen erreiche, ist das Vertrauen meiner Leser. Vertrauen darauf, dass meine Informationen praktisch anwendbar und ihr Geld wert sind. Wenn ich also ein Bezahlprodukt anbiete, dann ist das gut – und wird gekauft, wenn es die Lösung für das Problem eines Lesers bietet.

Viel Arbeit! Es ist nicht leicht, sich heute mit einem Blog hervorzuheben. Daher wird nur derjenige davon leben können, der es absolut professionell angeht. Schreiben können allein reicht nicht.

Statt dessen musst du dich mit SEO, Technik und Marketing auseinandersetzen. Ich würde behaupten, dass diese Themen mindestens die Hälfte der Arbeitszeit einnehmen. Was immer du also denkst, wie lange es dauern könnte: Verdopple die Zeit!

Welche Fehler hast du beim Aufbau deines Blogs gemacht, aus denen Bloganfänger lernen können? Wie würdest du es jetzt anders machen?

Anfangs habe ich einfach drauflos gebloggt. Das war manchmal zäh.

als ich dann meine Zielgruppe definiert hatte, fiel mir manches leichter. Für die richtige Zielgruppe zu schreiben ist ganz einfach, weil sich die Themen dann von alleine ergeben.

Wenn ich anderen einen Tipp geben sollte, wäre es dieser hier:

Wenn du den Prozess des Bloggens liebst, dann tu es unabhängig vom Geld.

Doch wenn du nur bloggst, weil du das Ergebnis liebst, dann lass es. Du wirst es ohnehin nie schaffen.

Das sollte jedem klar sein, der irgendetwas Kreatives macht: Den Energieausgleich für deine Arbeit solltest du in dem finden, was du tust – und niemals in dem, was du damit verdienst.

Was gefällt dir am besten am Leben eines Bloggers?

Ich fühle mich nicht als Blogger. Ich denke auch, dass das Leben manches Bloggers gar nicht so unglaublich cool ist, wie viele Leser meinen. Da wird vieles sehr viel größer gemacht, als es ist.

Erfolgreich zu bloggen oder gar davon zu leben ist nur mit viel harter Arbeit zu machen. Ja, diese Arbeit fällt leicht, wenn du die Leidenschaft dazu besitzt. Aber ganz ohne Leiden geht es nicht. 😉

Ändern wir die Frage: Wenn du mich fragst, was mir an der Arbeit eines Bloggers gefällt, dann kann ich es dir sagen. Die Freiheit, Inhalte über die Themen zu produzieren, die mich interessieren. auf die Art, wie sie mir entspricht. mit den Worten, die ich für wichtig halte. Für die Menschen, die das genau so wollen. Das ist einfach das Größte!

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