Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Erfolgreiche Blogger: Foodbloggerin Franzi Arendt

Bloggen war für mich ehrlich gesagt immer sehr weit entfernt und ich habe nie gedacht, dass ich mich auch einmal Blogger nennen darf 😉 …

Ich habe mich 2015 entschlossen abzunehmen. Ich hatte keine Lust mir immer die gesunden Rezepte aufzuschreiben und auszudrucken. So wollte ich (eigentlich nur für mich) online ein Rezeptbuch haben. Auf einmal kamen Reaktionen und es motivierte mich auch dran zu bleiben.

Also entstand ein richtiger Foodblog, in dem ich mich mit Fitnessrezepten und Tipps beschäftige. Also bin ich da irgendwie so hineingerutscht und mache es seitdem mit viel Herzblut. ♥

Gab es einen Blog, der dich inspiriert hat? Hast du Vorbilder?


Wie
gesagt, vorher habe ich mich nie damit befasst. Hatte also keine Vorbilder. Wenn man erstmal in der „Bloggerszene“ ist, findet man allerdings sehr viele wunderschöne Blogs die alle ihre eigene Geschichte erzählen 🙂

Wie kommst du immer wieder auf neue Themen für deinen Blog?

Mein Blog besteht aus 90-95% aus reinen Rezepten. Oft spielt die Jahreszeit eine Rolle oder ich werde von anderen Blogs, durch Social-Media oder im TV inspiriert. Sehr gerne mache ich aus vermeintlich sehr ungesunden Gerichten eine gesunde, fitnesstaugliche Alternative 😉

Da mein Blog sich ja mit „Fitnessrezepten und Tipps“ beschäftigt, stelle ich auch Themen vor, mit denen ich Erfahrungen gemacht habe.

Welche Produkte gut/schlecht sind, wie sich Grüntee auswirkt, wie man gesund abnimmt. ebenso habe ich ein paar Kooperationen, worüber es auch Artikel auf meinem Blog gibt.

Mit der Zeit habe ich mich auch mit verschiedenen Ernährungsformen beschäftigt. Man findet bei mir Low-Carb, High-Carb, Vegan usw. Ebenso gibt es warme Gerichte, Frühstücksideen, Snacks etc.

Was kennzeichnet für dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Gut und erfolgreich ist für mich nicht unbedingt gleichzusetzen. Ob ein Blog „erfolgreich“ ist, kann man nicht immer so sehr beeinflussen. Man ist sehr abhängig von anderen. Dieses ist allerdings für uns Blogger sowie für Firmen oder auch andere User wichtig. Deswegen an dieser Stelle: Wenn ihr unsere Arbeit mögt, sagt es uns auch gerne mal 🙂

Gut ist für mich immer ein Blog der nicht so ist wie andere! Ich finde man muss ehrlich und persönlich bleiben. Wie oft höre ich von meiner Familie und Bekannten, dass meine Grammatik, Ausdruck etc. nicht optimal oder sogar falsch ist. Ja das stimmt… Ich war allerdings nie ein Ass in diess Bereich.

Ich rede manchmal auch sehr wirr und sorge oft für große Lacher. Daher sage ich mir persönlich, dass es mein „Franzideutsch“ ist. Wer mich so mag, bleibt, wer nicht klickt weiter 🙂 Wichtig ist, dass man sich nicht verstellt.Ich habe mir auch nie bei Kooperationen Dinge im Mund legen lassen. Mir ist es wichtig so transparent und ehrlich wie möglich zu sein.

Was haben andere und auch ich davon jemanden einen Bären aufzubinden? Genau nichts… Ich möchte mit meinen Erfahrungen und Tipps helfen, egal ob es nun ein Programm ist, was ich teste oder ein Rezept kreiere.

Welche Methoden der Monetarisierung funktionieren in deinem Blog gut?

Sehr gut eignen sich Produktplazierungen, die man dann in einem Rezept erwähnen kann. Man kann auch mehrere Produkte testen (ob nun ein Fitnessprogramm oder Zutaten) und darüber einen Artikel verfassen. Ich habe auch einen Werbebanner. hier ist mir allerdings selber wichtig, dass nichts blinkt oder die Werbung einen förmlich anspringt.

Ich habe im Widget ein Punkt „Werbung“ und darunter sind Banner. So fühlt sich keiner gestört. Ich selber finde es mehr als störend, wenn ich auf einen Blog komme und direkt was aufspringt, egal ob Werbung für andere oder Werbung für sich selber (z. B. Blog abonnieren etc.).

Das Beste, was ich empfehlen kann sind Affliate-Partnerprogramme. So hat man auf Dauer Partner und es ist eine Win-Win-Situation. Wenn ein Follower bei mir über den geteilten Link etwas kauft, bekomme ich dafür eine kleine Vergütung.

Wichtig ist hier allerdings noch mal zu sagen: Sobald man eine Kooperation hat, müsst ihr euch bei der Stadt melden und ein Gewerbe anmelden. Das ist nicht weiter wild und man ist immer auf der sicheren Seite.

Lohnt sich das Bloggen für dich?

Dieses möchte ich auch wieder unterteilen in zwei Arten von Lohnen:

Finanziell Lohnen: Ich persönlich möchte, dass es ein Hobby bleibt. Ich habe eine Vollzeitanstellung und wenn ich mit Zwang an meinem Hobby bin, macht es keinen Spaß. Natürlich ist trotzdem das Finanzielle sehr schön. ABER der Aufwand ist nicht zu unterschätzen.

Erstmal gibt es laufende Kosten: Monatliche Hostingkosten, Produkte, die du kaufst, Dekoartikel, bessere Kamera etc. Dann vor allem die Zeit, die man ins Bildermachen investiert, bearbeiten, Artikel schreiben etc. Geld verdient man nur, wenn man Kooperationen eingeht.

Nun gibt es aber 3 Arten von „Finanzen“. Einmal das Materielle, welches man „gesponsert“ bekommt (nein es ist nicht nur „geschenkt“, denn es ist ein geldwerter Vorteil und dies muss auch beim Finanzamt angegeben werden), Gutscheine von denen man sich wieder Produkte besorgen kann oder aber bares Geld.

Da gibt es Blogs die einem den Richtwert aufzeigen, dass man weiß wie viel „Wert“ der eigene Blog ist. In meinem Fall sieht die Arbeit dann so aus:

  • Idee entwickeln, wie ich den Artikel aufbaue oder das Rezept kreiere
  • Rezept kochen oder das Produkt testen
  • SEHR viele Fotos machen, diese dann bearbeiten, aussortieren, mit Logo verzieren, zuschneiden
  • Artikel schreiben
  • Fotos einfügen
  • in den Social-Media teilen

Da können tatsächlich einige Stündchen bei vergehen. Wie ich sagte, ich mache alles ehrlich und gebe mir bei jedem Artikel Mühe. Aber um mal auf den Punkt zu kommen: Finanziell unabhängig werde ich niemals durch meinem Blog. Eine kleine Finanzspritze für neue Produkte ist es aber.

Persönliches Lohnen: Ja es lohnt sich auf jeden Fall!!! Ich mache es mit Herz und Seele! Jeder Kommentar, jede Nachricht oder jedes Like ist einfach unbeschreiblich schön! Ich freue mich, wenn ich anderen helfen kann und ihnen meine Artikel und Rezepte gefallen.

Ich habe mich selber in den 2 Jahren sehr stark weiterentwickelt – auch was das Bloggen an sich angeht. Es ist immer wieder erstaunlich, wie meine Fotos, mein Aufbau und auch Reichweite sich geändert haben.

Wie viel Arbeit muss ein Anfänger ins Bloggen investieren?

Gerade am Anfang ist man sehr motiviert (man zeigt ja auch gerne Freunden, Familie und Bekannten die neue Website) und schreibt viel. Man probiert aus, schaut sich WordPress an (würde ich immer für einen Blog empfehlen) und stöbert welches Theme und welche Plugins passen.

Wichtig ist, sich die Frage zu stellen, warum man überhaupt bloggen will. Wenn ich eine Firma besitze und ich sehr auf mich aufmerksam machen möchte, muss natürlich viel mehr Zeit investiert werden. Man muss Werbung auf Social-Media machen, Kontakte knüpfen etc. Das ist ein als Privatperson anders. Das kommt alles mit der Zeit.

Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass alleine auf den Social Media es auch viel Zeit in Anspruch nimmt dort zu posten und zu interagieren.

Was würdest du heute anders machen?

Auf jeden Fall würde ich mir einen passenden und guten Namen für meinen Blog einfallen lassen. Meines war ja sehr aus „der Not heraus“ entstanden und ich ärgere mich heute noch, dass er nur einfach www.blog-franzi.de heißt 😉

Es ist nicht ersichtlich, um was genau sich mein Blog dreht ohne auf ihn zu klicken. Natürlich kann man sich so offen halten über alles zu schreiben, was man möchte. Reisen, kochen, Fashion etc. Also ihr Lieben merkt euch: Denkt euch einen passenden Namen aus! 😉

Ebenso arbeite ich nach und nach meine alten Artikel auf. ich habe mich früher noch nicht mit SEO beschäftigt oder ob der Textaufbau so gut lesbar ist. Ebenso waren meine Bilder nicht beschriftet. An sowas würde ich jetzt immer appellieren.

Manchmal fehlt einem aber auch die Idee, die mit der Zeit kommt. Also perfekt kann man es einfach niemals von Anfang an machen. Man lernt mit der Zeit und ich glaube, dass dieses auch wichtig ist. Auch die Aufmachung der Bilder verändert sich sehr zum Positiven. Ich hätte gerne von Anfang an mehr Wert darauf gelegt.

Was ich definitiv anders machen würde: Mich vorher richtig informieren, bevor ich eine Kooperation annehme. Oft bekommt man eine „Höflichkeitsfloskel“, die jeder bekommt und man denkt „Wow, das ist ja klasse, das die auf mich kommen“. Man fühlt sich geschmeichelt, aber man sollte einmal mehr darüber nachdenken und sich nicht unter Wert verkaufen 🙂

Ebenfalls würde ich manche Dinge nicht einfach ausprobieren. Ich habe wirklich kaum Ahnung was die PC Sprache angeht. Ich brauche ein Blatt wie bei Word und dann gehts los. Diese ganzen Editoren mit < > ° etc. ist einfach nicht meins. ABER wichtig natürlich trotzdem. Tipp von mir: lieber VORHER Hilfe holen.

Ich habe meinen Blog schon zwei mal komplett lahm gelegt und fast einen Nervenzusammenbruch gehabt 😛 Aber ich hatte den lieben Mann von happy Carb der mir zur Hilfe stand.

Was gefällt dir am besten am Leben eines Bloggers?

Puh… Mir gefällt wenn mir die Menschen (egal ob fremd oder bekannt) ein Feedback geben und ich wirklich weiß, dass sie meine Rezepte ausprobieren. Zu wissen, dass anderen gefällt, was sie lesen und dass ihnen meinen Rezepte schmecken.

Auf der Arbeit werde ich oft schon von meinen Kollegen mit „Oh was hast du denn heute leckeres mit?“ begrüßt 😉

Mir gefällt es, mein eigener Herr zu sein. So wie ICH es möchte, baue ich es auf. Dinge, die mir woanders fehlen, baue ich bei mir mit ein.

Jeder weiß, dass Werbung Geld kostet. Aber möchte man dieses als Privatperson machen? Ich möchte doch an sich nichts verkaufen, nur auf mich aufmerksam machen, um meine Rezepte zu teilen. Werbung kann man natürlich auf allen Social-Media-Plattformen machen.

Leider fühlen sich aber andere User oft eher gestört „Oh, schon wieder ein Blog, der was teilt“ und da fehlt meines Erachtens die Unwissenheit wie viel Liebe, Zeit und Arbeit in einem Artikel steckt.

Sie vergessen, dass wir Blogger es für unsere Mitmenschen machen, denn für sich selber muss man nicht hunderte von Artikel schreiben. Man macht sich sehr viel Mühe, das die Bilder gut werden usw.

Wir Blogger sind sehr abhängig von unseren Mitmenschen. um uns auch etwas zurück zu geben ist nur Like, Kommentar oder sogar mal ein teilen so unglaublich viel wert. Das wird oft unterschätzt. Manche Plattformen dämmen die Reichweite ein und so ist es kaum noch möglich, auf sich aufmerksam zu machen ohne die anderen „zu nerven“.

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