Artikel veröffentlicht am: 24. Mai 2018

Erfolgreiche Blogger: Marileen von Holz und Hefe

Was war der entscheidende Moment für dich mit dem Bloggen anzufangen?

Es war einfach diese Lust, neben meinem normalen Bürojob eine Tätigkeit zu finden, die mir langfristig Spaß bringen wird. Und backen und werkeln gehörten schon immer dazu. Warum also nicht darüber schreiben und sich mit anderen Leuten austauschen.

Und so entstand innerhalb von einer Woche mein Blog, den ich nicht wie jeder normale Blogger mit einem sinnvollen Artikel oder Rezept begonnen habe, sondern mit einem Hallo-hier-bin-ich-Beitrag…

Vor meiner eigenen Bloggerzeit habe ich ehrlich gesagt keine Blogs gelesen. Jedenfalls nicht, dass ich mich daran erinnern kann. Vielleicht habe ich auch welche gelesen und diese nicht als Blog identifiziert, dass also eine einzelne Person hinter dieser Seite steckt. Darüber macht man sich als Nicht-Blogger meist nicht so viele Gedanken.

Vorbilder direkt habe ich nicht unbedingt. vom Humor her finde ich allerdings Vera von Nicest Things hervorragend. Ihren Blog lese ich immer sehr gerne und versuche auch in meine Texte immer mal eine Prise Ironie einzubinden. Was aber bisher nur so mittelmäßig gelingt 😉

Wie kommst du immer wieder auf neue Themen für deinen Blog?

Beim Backen ist es extrem einfach. ich könnte auch täglich irgendwas backen, da fiele mir immer etwas ein. Ich versuche natürlich, saisonal zu backen. Also Beeren im Sommer, Äpfel und Birnen im Herbst, Schokolade eher mal im Winter.

Die Rezepte stammen mal aus Omas Backbuch, mal abgewandelt aus dem Internet oder einer Backzeitschrift, manchmal experimentiere ich aber auch einfach herum und es kommt etwas Leckeres dabei raus.

Werkeln tue ich eher, wenn wirklich etwas ansteht oder mir eine tolle Idee kommt. In Zukunft möchte ich auch das Thema Nachhaltigkeit auf dem Blog einbinden. In welcher Art und Weise muss ich mir allerdings noch überlegen. Ein persönlicher Blog ist ja auch immer ein Stück weit Veränderung.

Was kennzeichnet für dich einen guten und erfolgreichen Blog?

Vor allem denke ich, dass ein guter Blog nicht zwingend erfolgreich ist und umgekehrt. es gibt viele tolle Blogger, die nicht unbedingt kommerziellen Erfolg möchten bzw. keine Zeit haben sich mit der Vermarktung des Blogs zu beschäftigen und daher eher unter der Oberfläche bleiben.

Ein guter UND erfolgreicher Blog sollte in meinen Augen über Humor und Ernsthaftigkeit verfügen und zu jedem Rezept (oder um was auch immer es in dem Blog geht) auch eine kleine persönliche Geschichte zu bieten haben.

Lohnt sich das Bloggen für dich?

Definitiv. Bisher zwar nicht in finanzieller Hinsicht, aber ich habe das Gefühl in den vergangenen zweieinhalb Jahren reflektierter im Umgang mit mir selbst zu sein. Das hört sich jetzt irgendwie schräg an, aber ich bin mehr bei mir selbst angekommen.

Der Austausch mit den anderen Bloggern, das Lesen der anderen Blogs – das alles hat meinen Horizont erweitert und ich beginne mich für Dinge zu interessieren, die vorher nicht interessant für mich gewesen wären, mich nun aber bereichern. Von daher ja, das Bloggen lohnt sich für mich.

Wie viel Arbeit muss ein Anfänger ins Bloggen investieren?

Das ist eine unheimlich schwierige Frage. Mein Ziel war es nie, durchs Bloggen finanziell unabhängig zu werden, von daher habe ich mein Wachstum auch nicht extrem forciert. Wenn man aber tatsächlich schnell wachsen möchte, sollte man vor allem guten Content bieten, sich mit SEO auseinandersetzen und sich vernetzen.

Das könnte gleich zu Beginn ein Vollzeitjob werden, aber dann bleibt irgendwann auch der Spaß auf der Strecke. Ein gutes Mittelmaß zu finden ist hier wohl wichtig.

Was würdest du heute anders machen?

Eigentlich würde ich jetzt sagen: Beginnt sofort mit WordPress.org statt mit WordPress.com, dann habt ihr später keinen Blogumzug und vor allem könnt ihr direkt mit SEO starten. Wenn man aber wie ich so überhaupt keine Ahnung von diesen Software-Geschichten hat, ist es echt schwierig!

Meine Fotos würde ich im Nachhinein aber von Beginn an richtig benennen, dazu habe ich bei den alten Artikeln jetzt keine Lust mehr.

Was gefällt dir am besten am Leben eines Bloggers?

Es ist tatsächlich der Austausch mit den anderen Bloggern. Man lernt so viele nette Leute in diesem Zirkus kennen, von denen einige mit der Zeit zu Freunden wurden. Sie unterstützen einen, wenn es mal nicht so läuft und helfen immer mit Tipps weiter. Ohne die anderen hätte ich meine „Bloggerkarriere“ schon das ein oder andere Mal an den Nagel gehängt.

Natürlich ist die ein oder andere Einladung zu einem Workshop oder einem Blogevent aber auch nett mitzunehmen. Bis ich dahin gekommen bin, dauerte es aber ein wenig.

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