Kaufpreisfaktor
Was bedeutet das genau?
Der Kaufpreisfaktor, auch Vervielfältiger genannt, setzt den Kaufpreis einer vermieteten Immobilie ins Verhältnis zur Jahresnettokaltmiete: Kaufpreisfaktor = Kaufpreis ÷ Jahresnettokaltmiete. Der Wert zeigt vereinfacht, wie viele Jahresmieten für den Kaufpreis aufzuwenden sind, und entspricht dem Kehrwert der Bruttomietrendite.
Der Kaufpreisfaktor ist eine grobe Marktkennzahl ohne gesetzliche Grundlage und nicht zu verwechseln mit dem methodisch aufwendigeren Ertragswertverfahren der ImmoWertV, das Bewirtschaftungskosten, Liegenschaftszinssatz und Restnutzungsdauer einbezieht. Als erster Vergleichsmaßstab zwischen Objekten taugt er, eine vollständige Wertermittlung ersetzt er nicht.
Beispiel
Ein Mehrfamilienhaus kostet 1.200.000 Euro und erzielt 60.000 Euro Jahresnettokaltmiete — der Kaufpreisfaktor liegt bei 20. Ein vergleichbares Haus in derselben Straße mit Faktor 24 wirkt auf den ersten Blick teurer, könnte aber durch bessere Lage oder geringeren Sanierungsstau trotzdem die bessere Investition sein.
Verwandte Begriffe
Mietrendite · Ertragswertverfahren · Quadratmeterpreis · Restnutzungsdauer