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Mietrendite

Was bedeutet das genau?

Die Mietrendite ist eine Kennzahl der Kapitalanlage-Rechnung: Sie setzt die jährliche Mieteinnahme einer Immobilie ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Ein gesetzlich vorgeschriebenes Berechnungsschema gibt es nicht — in der Praxis haben sich aber zwei Varianten durchgesetzt. Die Bruttomietrendite errechnet sich aus der Jahreskaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, mal 100.

Die Nettomietrendite zieht zusätzlich nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten von der Miete ab und rechnet Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Maklerkosten in die Kapitalbasis ein. Sie liegt deshalb meist ein bis drei Prozentpunkte unter der Bruttomietrendite und gilt als realistischerer Maßstab für die tatsächliche Verzinsung einer Anlageimmobilie.

Beispiel

Eine Kapitalanlegerin kauft eine Wohnung für 300.000 Euro, die 12.000 Euro Kaltmiete im Jahr einbringt. Die Bruttomietrendite liegt bei 4 Prozent. Nach Abzug von Instandhaltungsrücklage und Verwaltungskosten sowie unter Einbeziehung von Grunderwerbsteuer und Notarkosten in den Kaufpreis sinkt die Nettomietrendite auf rund 3 Prozent.

Verwandte Begriffe

Kaufpreisfaktor · Ertragswertverfahren · Instandhaltungsrücklage · Kaufnebenkosten