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Mietrendite in Deutschland: Mietniveau von 15 Großstädten im Vergleich

Eine bundesweit gültige Mietrendite gibt es nicht: Sie hängt vom Kaufpreis und der Miete der jeweiligen Adresse ab, und beide schwanken von Stadt zu Stadt und von Straße zu Straße erheblich. Diese Übersicht zeigt stattdessen das reale Mietniveau aus amtlichen Mietspiegeln für 15 deutsche Großstädte sowie den Rechenweg, mit dem Sie Ihre Rendite mit dem lokalen Kaufpreis selbst ermitteln.

Stand:

Was bestimmt die Mietrendite in einer Stadt?

Die Mietrendite ergibt sich aus zwei Größen, die beide vom konkreten Objekt abhängen: der erzielbaren Kaltmiete und dem Kaufpreis. Beide schwanken nicht nur zwischen Bundesländern, sondern auch zwischen Stadtteilen und einzelnen Straßenzügen erheblich – ein bundesweiter Durchschnittswert für die Mietrendite in Deutschland sagt deshalb wenig über ein konkretes Kaufobjekt aus.

Die Formel Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100 für die Bruttomietrendite sowie die Nettomietrendite mit Kaufnebenkosten und Bewirtschaftungskosten sind im Ratgeber Mietrendite berechnen ausführlich mit Beispielen hergeleitet; eine Einordnung, was dabei als gute Rendite gilt, liefert der Ratgeber Gute Mietrendite. Was für die eigene Rechnung meist fehlt, ist der zweite Faktor: eine belastbare, aktuelle Miete für die jeweilige Stadt. Genau die liefert diese Übersicht – auf Basis amtlicher Mietspiegel.

Wie hoch ist das Mietniveau in deutschen Großstädten laut amtlichem Mietspiegel?

Das Mietniveau reicht von 6,6 Euro pro Quadratmeter in Duisburg und Bremen bis 13,0 Euro in Hamburg – die folgende Tabelle zeigt den Mittelwert aus der amtlichen Mietspiegel-Basistabelle für 15 deutsche Großstädte, berechnet als einfacher Durchschnitt aller Tabellenfelder je Stadt. Die Basistabellen sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich aufgebaut: Manche unterscheiden nur nach Baualter und Wohnlage (z. B. Düsseldorf, 16 Tabellenfelder), andere zusätzlich nach Wohnungsgröße und Ausstattung (z. B. Karlsruhe, 990 Tabellenfelder). Der Mittelwert ist deshalb kein Vergleich gleicher Wohnungssegmente zwischen den Städten, sondern eine grobe Orientierung zum allgemeinen Mietniveau; er ist zudem nicht nach tatsächlichem Wohnungsbestand gewichtet.

StadtBundeslandØ Kaltmiete lt. MietspiegelAusgabejahrMietentwicklung Bundesland seit 2020Quelle
HamburgHamburg13,0 €/m²2025+6,9 %Mietenspiegel 2025
MünchenBayern12,7 €/m²2025+11,1 %Mietspiegel 2025
MainzRheinland-Pfalz11,7 €/m²2025+9,9 %Mietspiegel 2025
Nürnberg*Bayern10,33 €/m²2026+11,1 %Mietenspiegel 2026
KarlsruheBaden-Württemberg10,4 €/m²2025+12,9 %Mietspiegel 2025
DüsseldorfNordrhein-Westfalen10,2 €/m²2024+7,6 %Mietspiegel 2024
StuttgartBaden-Württemberg10,2 €/m²2025/2026+12,9 %Mietspiegel 2025/2026
BerlinBerlin10,0 €/m²2026+10,0 %Mietspiegel 2026
KölnNordrhein-Westfalen10,0 €/m²2025+7,6 %Mietspiegel 2025
HannoverNiedersachsen9,9 €/m²2025+8,3 %Mietspiegel 2025
DortmundNordrhein-Westfalen7,4 €/m²2025/2026+7,6 %Mietspiegel 2025/2026
EssenNordrhein-Westfalen7,1 €/m²2024+7,6 %Mietspiegel 2024
DresdenSachsen7,0 €/m²2025+9,1 %Mietspiegel 2025
BremenBremen6,6 €/m²2026+14,4 %Mietspiegel 2026
DuisburgNordrhein-Westfalen6,6 €/m²2026+7,6 %Mietspiegel 2026

Der Essen-Wert stammt aus einem Mietspiegel, dessen Gültigkeit am 31.07.2026 ausgelaufen ist; eine neuere amtliche Ausgabe lag zum Redaktionsschluss dieses Ratgebers am 03.08.2026 noch nicht vor. * Für Nürnberg ist statt des sonst üblichen eigenen Feldmittels der amtlich ausgewiesene Gesamtdurchschnitt aus dem seit 01.08.2026 gültigen Mietenspiegel 2026 eingetragen.

Der Abstand zwischen teuerster und günstigster Stadt in dieser Übersicht liegt bei knapp dem Faktor 2 – als grobe Orientierung, nicht als Vergleich gleicher Wohnungssegmente zwischen den Städten. Für die eigene Rechnung zählt ohnehin nicht der Stadtdurchschnitt, sondern die Miete der konkreten Wohnung – die kostenlose Standort- & Mietpreisanalyse liefert dafür eine 45-Punkte-Checkliste, mit der Sie eine einzelne Adresse gegen Mietspiegel, Mietdatenbanken und amtliche Vergleichswerte selbst einordnen.

Wie hat sich die Miete in Deutschland seit 2020 entwickelt?

Der Nettokaltmieten-Index des Statistischen Bundesamts (Basis 2020 = 100) stieg bundesweit von 100,0 Punkten im Jahr 2020 auf 109,7 Punkte im Jahr 2025 – ein Plus von 9,7 Prozent in fünf Jahren. Seit 2005 (Index 82,7) sind die Nettokaltmieten damit um rund 32,6 Prozent gestiegen.

Regional unterscheidet sich das Tempo deutlich, wie die Spalte „Mietentwicklung“ in der Tabelle oben zeigt: In Bremen zogen die Nettokaltmieten seit 2020 um 14,4 Prozent an, in Baden-Württemberg um 12,9 Prozent – in Hamburg dagegen nur um 6,9 Prozent. Wer eine Stadt für den Kauf vergleicht, sollte deshalb nicht nur das aktuelle Mietniveau, sondern auch dessen Dynamik der vergangenen Jahre im Blick behalten.

Wie berechnen Sie die Mietrendite für eine konkrete Stadt selbst?

Mit der realen Miete aus der Tabelle oder der eigenen Adresse und dem tatsächlichen Kaufpreis des Objekts lässt sich die Bruttomietrendite in drei Schritten ermitteln:

  1. Jahreskaltmiete bestimmen: Quadratmeterpreis aus Mietspiegel oder eigener Marktrecherche mal Wohnfläche mal 12 Monate.
  2. Tatsächlichen Kaufpreis des konkreten Objekts einholen – über Exposé, Kaufvertragsentwurf oder ein Wertgutachten.
  3. Formel anwenden: Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100.

Als durchgerechnetes Beispiel mit dem Duisburger Mittelwert aus der Tabelle oben (Modellannahme nur beim Kaufpreis, keine Marktangabe für eine bestimmte Stadt): Bei 6,6 Euro pro Quadratmeter (Duisburg, Mietspiegel 2026, eigenes Feldmittel über alle Tabellenfelder) und 72 Quadratmetern Wohnfläche ergibt sich eine Jahreskaltmiete von 6,6 € × 72 m² × 12 Monate = 5.702 Euro. Bei einem angenommenen Kaufpreis von 150.000 Euro ergibt sich 5.702 € ÷ 150.000 € × 100 = 3,8 Prozent Bruttomietrendite. Bei sonst gleicher Miete und einem angenommenen Kaufpreis von 200.000 Euro sinkt die Rendite auf 2,9 Prozent – Miete und Kaufpreis wirken in der Formel gleich stark, das Beispiel zeigt nur, wie empfindlich die Rendite schon auf einen höheren Kaufpreis reagiert.

Die Nettomietrendite inklusive Kaufnebenkosten und laufender Kosten sowie weitere durchgerechnete Beispiele finden Sie im Ratgeber Mietrendite berechnen. Für die vollständige Kalkulation mit Finanzierung steht der kostenlose Rendite-Rechner zur Verfügung: Sie tragen Objekt-, Kaufpreis- und Finanzierungsdaten ein und erhalten Eigenkapitalrendite, einen Zehn-Jahres-Cashflow sowie den Kaufpreis, bis zu dem Ihre Zielrendite noch erreichbar ist.

Warum liegt die Mietrendite in teuren Städten wie München oder Hamburg oft niedriger als in Duisburg oder Bremen?

Kaufpreise reagieren in gefragten Großstädten meist stärker auf Nachfrage als Mieten: Die Kappungsgrenze begrenzt, wie schnell Bestandsmieten steigen dürfen – höchstens 20 Prozent innerhalb von drei Jahren, in angespannten Wohnungsmärkten höchstens 15 Prozent (§ 558 Abs. 3 BGB). Bei Neuvermietung deckelt zusätzlich die Mietpreisbremse die Miete auf höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 556d Abs. 1 BGB) – allerdings nur in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt, die die jeweilige Landesregierung per Verordnung bestimmt hat (u. a. München, Hamburg, Berlin; Verordnungen zuletzt bis Ende 2029 verlängert). Kaufpreise kennen diesen Schutz nicht. Das Verhältnis aus Kaufpreis und Jahresmiete – der Kaufpreisfaktor – fällt deshalb in München oder Hamburg meist höher aus als in Duisburg oder Bremen, und eine hohe Miete pro Quadratmeter bedeutet nicht automatisch eine hohe Rendite.

Wie Kaufpreis und Miete zusammenhängen und ab welchem Kaufpreisfaktor sich ein Objekt für Kapitalanleger noch rechnet, ordnet der Ratgeber Kaufpreis-Miete-Verhältnis ein.

Was sollten Kapitalanleger bei der Städtewahl sonst noch prüfen?

Das Mietniveau ist nur ein Baustein der Städtewahl. Genauso wichtig sind Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie die Frage, ob eine Stadt als Markt für Kapitalanleger überhaupt trägt – das ordnet der Ratgeber Wo lohnt sich der Immobilienkauf? ein. Erst danach folgt die Prüfung der konkreten Adresse: Mikrolage und Makrolage unterscheiden sich in Reichweite und Prüfpunkten, wie Mikrolage und Makrolage im Vergleich zeigt.

Für die einzelne Adresse liefert die kostenlose Standort- & Mietpreisanalyse eine 45-Punkte-Checkliste mit Mietniveauermittlung, Infrastrukturprüfung, Planungsrecherche und Umweltbelastungen – deutschlandweit einsetzbar.

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Die kostenlose Checkliste mit 45 Prüfpunkten ordnet die Miete einer konkreten Adresse gegen Mietspiegel, Mietdatenbanken und amtliche Vergleichswerte ein und prüft zusätzlich Infrastruktur, Planungsrecherche und Umweltbelastungen – deutschlandweit einsetzbar.

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Rendite für Ihr Objekt berechnen

Häufige Fragen

Was ist die durchschnittliche Mietrendite in Deutschland?

Eine bundesweit gültige Durchschnittsrendite gibt es nicht, weil sie von Kaufpreis und Miete der jeweiligen Adresse abhängt und beide zwischen Bundesländern und selbst zwischen Straßenzügen stark schwanken. Belastbar ist nur eine Rendite, die Sie mit der realen Miete vor Ort und dem tatsächlichen Kaufpreis eines Objekts berechnen: Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis mal 100.

In welcher deutschen Stadt ist die Miete pro Quadratmeter am höchsten?

Unter den in diesem Vergleich ausgewerteten 15 Großstädten liegt Hamburg mit einem Mietspiegel-Mittelwert von 13,0 Euro pro Quadratmeter am höchsten (Mietenspiegel 2025), knapp vor München mit 12,7 Euro (Mietspiegel 2025). Am niedrigsten liegen Duisburg und Bremen mit je 6,6 Euro pro Quadratmeter (Mietspiegel 2026).

Warum ist die Mietrendite in teuren Städten oft niedriger als in günstigen?

Kaufpreise steigen in gefragten Großstädten meist stärker als Mieten: Die Kappungsgrenze begrenzt Bestandsmieterhöhungen auf 20 Prozent in drei Jahren (angespannte Märkte 15 Prozent); dort deckelt zusätzlich die Mietpreisbremse bei Neuvermietung die Miete auf höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete – Kaufpreise kennen diesen Schutz nicht. Das Verhältnis aus Kaufpreis und Jahresmiete fällt deshalb in teuren Lagen höher aus, eine hohe Miete pro Quadratmeter bedeutet nicht automatisch eine hohe Rendite.

Wie rechne ich mit dem Mietspiegel-Wert meiner Stadt die Mietrendite aus?

Sie multiplizieren den Quadratmeterpreis aus dem Mietspiegel mit der Wohnfläche und mit 12 Monaten und teilen das Ergebnis durch den Kaufpreis, multipliziert mit 100. Beispiel: 6,6 Euro pro Quadratmeter (Duisburg, Mietspiegel 2026) mal 72 Quadratmeter mal 12 Monate ergibt 5.702 Euro Jahreskaltmiete; bei angenommenen 150.000 Euro Kaufpreis (Modellannahme) sind das 3,8 Prozent Bruttomietrendite. Die aussagekräftigere Nettomietrendite bezieht zusätzlich Kaufnebenkosten und Bewirtschaftungskosten ein; die Herleitung liefert der Ratgeber Mietrendite berechnen.

Wie hat sich die Miete in Deutschland seit 2020 entwickelt?

Der Nettokaltmieten-Index des Statistischen Bundesamts stieg von 100 Punkten im Jahr 2020 auf 109,7 Punkte im Jahr 2025, ein Plus von 9,7 Prozent in fünf Jahren. Regional unterscheidet sich das Tempo deutlich: Unter den Bundesländern der 15 verglichenen Städte reicht die Spanne von 6,9 Prozent in Hamburg bis 14,4 Prozent in Bremen; bundesweit war der Anstieg in Mecklenburg-Vorpommern mit 4,7 Prozent am schwächsten.

Wo finde ich den amtlichen Mietspiegel für meine Stadt?

Städte veröffentlichen ihren aktuellen Mietspiegel in der Regel auf der Website der Stadtverwaltung oder des zuständigen Amts, meist als PDF mit Basistabelle und Erläuterungen. Für 15 Großstädte finden Sie den direkten Link zur amtlichen Quelle samt Ausgabejahr in der Tabelle dieses Ratgebers; für andere Städte hilft die Suche nach „Mietspiegel“ plus Stadtname auf der jeweiligen Stadt-Website.

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Quellen

  1. GENESIS-Tabelle 61111-0004: Verbraucherpreisindex, Position Wohnungsmieten/Nettokaltmieten (Statistisches Bundesamt) — abgerufen am 3. August 2026
  2. GENESIS-Tabelle 61111-0020: Index der Nettokaltmieten nach Bundesländern (Statistisches Bundesamt) — abgerufen am 3. August 2026
  3. Mietspiegel 2026 der Stadt Berlin — abgerufen am 3. August 2026
  4. Hamburger Mietenspiegel 2025 — abgerufen am 3. August 2026
  5. Münchner Mietspiegel 2025 — abgerufen am 3. August 2026
  6. Mietspiegel 2025 der Landeshauptstadt Mainz — abgerufen am 3. August 2026
  7. Mietenspiegel 2026 der Stadt Nürnberg — abgerufen am 3. August 2026
  8. Karlsruher Mietspiegel 2025 — abgerufen am 3. August 2026
  9. Mietspiegel Düsseldorf 2024 — abgerufen am 3. August 2026
  10. Mietspiegel 2025/2026 der Landeshauptstadt Stuttgart — abgerufen am 3. August 2026
  11. Kölner Mietspiegel 2025 — abgerufen am 3. August 2026
  12. Mietspiegel 2025 der Landeshauptstadt Hannover — abgerufen am 3. August 2026
  13. Mietspiegel 2025/2026 der Stadt Dortmund — abgerufen am 3. August 2026
  14. Mietspiegel 2024 der Stadt Essen — abgerufen am 3. August 2026
  15. Mietspiegel Dresden 2025 — abgerufen am 3. August 2026
  16. Mietspiegel 2026 der Freien Hansestadt Bremen — abgerufen am 3. August 2026
  17. Qualifizierter Mietspiegel 2026 der Stadt Duisburg — abgerufen am 3. August 2026
  18. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 556d – Zulässige Miethöhe bei Mietbeginn (Mietpreisbremse) — abgerufen am 3. August 2026
  19. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 558 – Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete (Kappungsgrenze) — abgerufen am 3. August 2026